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Nürnberg
Als Schriftsteller "eigensinnig und kompromisslos"
Der Lyriker Gerhard Falkner erhält den "Großen Preis für Kunst und Wissenschaft" der Stadt Nürnberg
Auch wenn er im Landkreis Amberg-Sulzbach wohnt - im Herzen ist Gerhard Falkner ein echter Franke. So hatte die Stadt Nürnberg kein Problem damit, dem Lyriker, Dramatiker, Essayisten und Übersetzer den "Großen Preis für Kunst und Wissenschaft" zu überreichen. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Montag in der Tafelhalle in Nürnberg von Oberbürgermeister Ulrich Maly und Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner ausgehändigt.Bei dem Festakt wurden neben dem Großen Preis auch zwei Förderpreise und vier Stipendien vergeben. Eines davon erhielt die 20-jährige Liedermacherin Lena Dobler, deren familiäre Wurzeln in Weiden zu finden sind. Sie war damit die jüngste Preisträgerin. Laudator Dirk Kruse thematisierte in seiner Rede die Schere, die zwischen Falkners literarischer Bedeutung und seiner öffentlichen Bekanntheit klafft. "Unfassbar, dass ich ein Germanistikstudium hatte absolvieren können, ohne auf Falkner gestoßen worden zu sein, während seine Gedichte zur selben Zeit an amerikanischen Universitäten auf dem Lehrplan standen", wunderte er sich. Dass Falkner nicht so viele Leser findet, wie er verdient hätte, erklärte Kruse damit, dass der gebürtige Mittelfranke, der immer wieder die Metropolen der Welt durchstreifte, als "eigensinnig und kompromisslos" gilt.
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