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Von Anastasia Poscharsky-Ziegler  |  09.11.2010  | Netzcode: 2563287  |  373 Mal gelesen.
Waldsassen

Vom irdischen Tohuwabohu zum himmlischen Paradies

Chor der Basilika Waldsassen, Solisten und Basilika-Orchester Bamberg mit überragender Interpretation von Haydns "Schöpfung"

"Wo viel Licht ist, ist viel Schatten", heißt es. Das Licht, das bei der Erschaffung der Welt in schmetterndem C-Dur am Anfang von Joseph Haydns "Die Schöpfung" erstrahlt, behielt am Sonntag seine Strahlkraft über die vollen zwei Stunden des Oratorienkonzerts in der ausverkauften Basilika. Mit dem großen Herbstkonzert sucht der das Jahr über liturgisch arbeitende Chor alljährlich eine Herausforderung und krönt die Konzertreihe.

Der Chor der Basilika Waldsassen, der tschechische Chor "Rastislav Blansko" (einstudiert von Jaroslav Martinásek), das Basilika-Orchester Bamberg (mit Mitgliedern der Bamberger Symphoniker) und die drei Spitzensolisten Esther Kretzinger, Johannes Klüser und Christian Maria Schmidt wurden vom souveränen Regionalkantor Andreas Sagstetter geleitet.

Das Chaos der von Gott noch ungeordneten Erde ist dem guten Haydn zumindest angesichts der Musikentwicklung der vergangenen 100 Jahre tüchtig misslungen: Für heutige Hörgewohnheiten herrscht schon hier nichts anderes als paradiesische Harmonie und eitel Sonnenschein. Das dreiteilige Oratorium, das nicht nur wegen der kunstvollen floralen Darstellungen im Chorgestühl bestens zur barocken Basilika passt, gehört für Besucher und Veranstalter zum regelmäßig dargebotenen Standardrepertoire.

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