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Von Thomas Dobler  |  05.11.2010  | Netzcode: 2558639  |  340 Mal gelesen.
Schwarzenfeld/Weiden

"Eine lebendige Kultur ist kein Produkt"

Nach dem Aus für den "Schwarzenfelder Musiksommer": Professor Kurt Seibert fordert Umdenken bei Städten

Die Entscheidung des zuständigen Hauptverwaltungsausschusses, die eingeführte Reihe "Schwarzenfelder Musiksommer" einzustellen (wir berichteten), wird vor allem in der Kulturszene heftig kritisiert. Der Bremer Pianist und Musikprofessor Kurt Seibert, in der Region als früherer Impresario der Weidener Max-Reger-Tage und durch seine Konzertauftritte bestens bekannt, hat sich in einem Gespräch mit der Redaktion zu dem Vorgang geäußert.

Herr Professor Seibert, sie waren selbst Leiter einer Konzertreihe, der Max-Reger-Tage. Wie beurteilen Sie das abrupte Ende für den Musiksommer in Schwarzenfeld? Es wurde mit einem finanziellen Defizit begründet.

Kurt Seibert: Es gibt wohl kein Festival, das Gewinn abwirft. Aber es ist indiskutabel, lediglich finanziell zu argumentieren. Anders als vielerorts, wo es nur wenige Kulturzentren gibt, sind in der Oberpfalz gerade in den vergangenen zwölf Jahren Kunst und Musik auch in kleinen Orten präsent. Schwarzenfeld hatte das Glück, in Herrn Blank einen hoch qualifizierten Macher zu haben, der auch seine Kontakte zu Musikerkollegen einbringen konnte. Man muss auch sehen, was man damit verliert.

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