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Von Reinhold Tietz  |  07.09.2010  | Netzcode: 2482107  |  324 Mal gelesen.
Walderbach

Ein weit gefächerter Klavierkosmos

Gesprächskonzert über Leben und Werk von Frederic Chopin im Barocksaal des Klosters Walderbach

Es lag wohl am schönen Spätsommerwetter, dass beim Abschluss des Festivals "Klassik am Regen" am Sonntagnachmittag nicht alle Plätze besetzt waren. Am Programm kann es nicht gelegen haben, denn in dem Gesprächskonzert erzählte Siegfried Mauser viel Interessantes aus dem Leben Chopins. Zudem spielten Gastgeberin Elena Nesterenko und Mauser wichtige Werke für Klavier aus dessen OEuvre.

Schon zu seinen Lebzeiten gab es den Begriff "Chopiniana" für ein Konzert, in dem Chopin ausschließlich seine eigene Musik vortrug. In Erinnerung an seinen 200. Geburtstag widmete "Klassik am Regen" dem Klaviervirtuosen ein Konzert, in dem deutlich wurde, welche Bandbreite das Schaffen dieses Komponisten erreichte.

Polonäse zum Auftakt



Mit der Polonäse cis-Moll op. 26/1 eröffnete Mauser das musikalische Programm und spielte diesen ursprünglich zeremoniellen Schreittanz in schwungvollem Tempo, wobei er den Mittelstimmen ebenfalls gebührendes Gehör verschaffte. Ganz anders der Dreierrhythmus, den Nesterenko in den Mazurken op. 7/2 und op. 68/4 gestaltete: Hier zeigt sich die musikalische Verdichtung, die Chopin selbst in solch kleineren Werken gelang.

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