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Wurz
Serenadenton und dunkle Nachtstimmung
Wurzer Sommerkonzerte: Das Auer Quartett mit Werken von Hugo Wolf, Brahms und Beethoven
"Ich freue mich, heute vor Ihnen stehen zu können!". Die Wurzer Sommerkonzerte haben ihre Leiterin wieder. Frostig der Empfang durch das nasskalte Oberpfälzer Wetter. Umso wärmer der aufbrandende Applaus, als Dr. Rita Kielhorn nach langer Zeit der Rekonvaleszenz zum ersten Mal in dieser Saison ihr Publikum wieder persönlich begrüßen durfte.Das Auer-Quartett war am Samstagabend im Wurzer Pfarrhof zu Gast. Als Begrüßungsgeschenk hatten die vier Ungarn - ganz nach Gusto der wieder genesenden Festival-Leiterin - Streichquartette von Beethoven und Brahms im Gepäck. Und, um wenigstens ein bisschen sommerliche Gestimmtheit in den Pfarrhof zu zaubern, die Italienische Serenade von Hugo Wolf.
Heiter anmutige Italianità, leicht und unkompliziert in der Tonsprache, umringt von Schwergewichten der Kammermusikliteratur. Zunächst Beethovens Streichquartett C-Dur aus op.59, dem dritten aus der Reihe der sogenannten Rasumowsky Quartette, deren Komplexität und technische Schwierigkeiten Hörer und Spieler fordern. Nicht frei von Intonationsschwächen Primarius Vilmos Oláh im Zeit und Form sprengenden Kopfsatz. Doch die Rasanz, mit der sich die vier Ensemble-Mitglieder in die Schlussfuge stürzten, beeindruckte. Allen voran Cellist Ákos Takács, der sich bereits im Andante-Satz als Meister gefühlvoll gezupfter Pizzicati bewies.
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