Amberg
Halbierte Sphäre aus 1250 Kunstwerken
An der Amberger "Bürgerskulptur" von Hanna Regina Uber und Robert Diem kann jeder mitwirken
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| Die Künstler Robert Diem und Hanna Regina Uber aus Aschach bilden die treibende Kraft hinter dem "Bürger-skulptur"-Projekt. Hier zeigen sie ein Modell der beiden Halbsphären. Bild: hfz |
Wie diese Mitmachkunst funktioniert, wie die "Bürgerskulptur" aussehen soll und wann das fertige Objekt seinen Platz auf dem bisher etwas öden "Multifunktionsplatz", gegenüber der Stahlplastik "Miro + Poldi" von Otmar Alt einnehmen wird - darüber berichtet Uber im Gespräch mit der Kulturredaktion.
Die "Bürgerskulptur" soll ja eine begehbare halbierte Kugel sein, die mit künstlerisch gestalteten Bronzeplatten bestückt ist. Gibt es weitere Details?
Hanna Regina Uber: Die "Bürgerskulptur" besteht aus drei Teilen: der realen Plastik, also der Kugel, dem Kunsthappening, damit meine ich den Dialog, der in der Bevölkerung entsteht, und dem virtuellen Aspekt, denn auf der Homepage wird die "Bürgerskulptur" im Internet begleitet. Die Seite gestaltet die Hochschule Amberg-Weiden unter Leitung von Professor Dieter Meiller. Dabei wird die Skulptur virtuell montiert, und wie bei "Google Earth" kann dann auf ihr navigiert werden. Man klickt drauf, und das entsprechende Bildelement geht auf. Die gesuchte Bronzeplatte ist dann groß zu sehen, zusätzlich alle Informationen zu ihr: Name des Sponsors und des Künstlers und eventuell auch eine kleine Geschichte zur Entstehung oder zur Bedeutung.
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Was hat es mit den Bronzeplatten auf sich?
Uber: 1000 bis 1250 Platten sollen von den Bürgern gestaltet werden. Dabei kann eine Platte auch von einer Schulklasse, einem Sportverein oder einer Kindergartengruppe bearbeitet werden. Man kann auch eine Platte verschenken. Anfang kommenden Jahres, wenn wir die endgültigen Maße haben, werden wir Wachsplatten ausgeben. Dann hat jeder rund zwei Monate Zeit, das Motiv zu gestalten. Den Bronzeguss und die Nachbearbeitung machen wir.
Wie kommt man an so eine Bronzeplatte?
Uber: Im Moment ist die Anmeldephase, über das Internet, per Post oder E-Mail kann man sich eine der 1250 Platten reservieren, ganz unverbindlich. Wir legen zudem im Amberger Rathaus, in der Stadtbibliothek und in der Touristinformation Flyer aus.
Mit wie viel Euro ist man dabei?
Uber: Um den Betrag möglichst niedrig zu halten, haben wir eine groß angelegte Finanzierungs-Kampagne begonnen. Das ist noch ein laufender Prozess, aber die Resonanz ist außerordentlich gut. Im Moment hoffen wir, dass wir auf einen Preis von 30 bis 40 Euro pro Platte kommen. Wir gehen aber weiter auf Sponsorensuche.
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Uber: Es ist kein Wettbewerb, die Vielfalt der Ideen macht ja den Charme des Projekts aus. Jeder kann machen, was er will.
Ist die Bearbeitung der Wachsplatte kompliziert?
Uber:Im Gegenteil, sie ist sehr einfach. Die Platte lässt sich mit Nagel, Feile, Küchenmesser, Sägeblatt oder Schraubenzieher gestalten. Übrigens muss der erste Entwurf nicht gleich gelingen. Mann kann experimentieren, denn das Material lässt sich nach einem Fehlversuch glätten, mit Sandpapier zurechtschleifen und dann neu bearbeiten. Außerdem werden wir ins Internet eine Seite mit Tipps stellen.
Dürfen sich nur Amberger Bürger daran beteiligen?
Uber: Mitmachen können alle Bürger von überall her. Es gibt keine Grenzen, wirklich alle sollten mitmachen und die Hemmungen überwinden: Laien und hauptberufliche Künstler, große und kleine, junge und alte. Wir haben bereits Meldungen aus Kanada, China und Frankreich, aus Nürnberg, München, Berlin und Regensburg - und natürlich aus der näheren Umgebung und der Stadt.
Platten kaufen kann man via Internet (siehe unten), per Post an Hanna Regina Uber und Robert Diem, Schmiedberg 13, 92272 Aschach, oder per E-Mail an buergerskulptur@kunstprojekt-net.de
Website des Projekts im Internet:
www.bürgerskulptur.de
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