"Fahrenheit 451", "Die Mars-Chroniken": Der US-amerikanische Science-Fiction-Autor Ray Bradbury wird 90
"Fahrenheit 451" von 1953 ist Bradburys bekanntestes Buch. Bild: hfz
Berühmt wurde Ray Bradbury durch seine Science-Fiction-Fantasien wie "Fahrenheit 451" und "Die Mars-Chroniken". Aber der unermüdliche US-Amerikaner hat in seiner langen Karriere über 500 Werke veröffentlicht: Kurzgeschichten, Gedichte, Romane, Theaterstücke, Drehbücher für Film und Fernsehen. Kritiker loben ihn als Meister der feinen Beobachtung, als talentierten Sprachvirtuosen, der mit immer neuen, unverbrauchten Bildern überrascht. Am Sonntag, 22. August, wird Bradbury 90 Jahre alt.
Sein verstörender Roman "Fahrenheit 451" erschien 1953 und wurde 1966 von François Truffaut mit Oskar Werner und Julie Christie in den Hauptrollen verfilmt. Bradbury schildert darin eine repressive Gesellschaft, in der Bücher verboten sind. Der Titel bezieht sich auf die Temperatur, bei der sich Papier selbst entzündet. Viele Interpreten sahen in dem Werk einen Angriff auf die Kommunistenhetze unter Joseph McCarthy. Das Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und machte den Autor populär.
"Fahrenheit 451", "Die Mars-Chroniken": Der US-amerikanische Science-Fiction-Autor Ray Bradbury wird 90
Rock Hudson auf dem Mars
Auch Bradburys "Mars-Chroniken" wurden - ohne großen Erfolg - für das US-Fernsehen verfilmt: Rock Hudson und Maria Schell spielten die Hauptrollen in dem Dreiteiler von 1979 - in Deutschland liefen die Episoden 1983 mit dem neu etablierten Zweikanalton des ZDF in deutsch und englisch.
Bradbury ließ nicht mit sich spaßen, als Michael Moore seinen später preisgekrönten Dokumentarfilm über die Terroranschläge vom 11. September 2001 "Fahrenheit 9/11" nannte. "Michael Moore ist ein dämlicher Drecksack. So denke ich über ihn. Er hat meinen Titel geklaut und die Zahlen ausgewechselt, ohne mich jemals um Erlaubnis zu fragen", verkündete Bradbury unumwunden. "Moore ist ein furchtbarer Mensch, furchtbar."
Immer noch fleißig
Den begehrten Pulitzer-Preis hat Bradbury bisher nicht gewonnen. 2007 aber erhielt er eine besondere Erwähnung von den Pulitzer-Juroren, die seine "produktive und einflussreiche Karriere" lobten.
Wenn er nicht gerade Geld für Bibliotheken sammelt, die er leidenschaftlich unterstützt, dann schreibt Bradbury in seinem Haus in Los Angeles immer noch täglich ein paar Stunden, berichtet die "New York Times". Er lese mit Vorliebe Werke von George Bernard Shaw, empfängt Besucher und schaut sich Filme auf einem riesigen Flachbildschirm an.
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