Von Marielouise Scharf |
16.08.2010
| Netzcode: 2453520 | 280 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg
Meisterhaftes Finale voller Höhepunkte
Sulzbach-Rosenberg International Music Festival-Orchesterkonzert begeistert das Publikum
Feine Klassikhits, außergewöhnliche Fantasien und selten gehörte Stücke fanden sich am Samstagabend in der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg im Programm des ausverkauften SRIMF-Finales, das mit vielen Höhepunkten aufwartete.
Sensationell war der Auftritt von Misha Quint mit dem Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33 von Camille Saint-Saëns. Der großartige Solist aus New York und "Herz" des Sulzbach-Rosenberger International Music Festival (SRIMF) brillierte mit Technik und Eleganz, Originalität, Logik und unglaublicher Konzentration. Geist, Seele und Charakter verlieh er dieser außergewöhnlichen Komposition.
Mit seinem Charme hat Misha Quint längst die Oberpfälzer bezaubert. Mit seiner Persönlichkeit und seinem Engagement belebt er das Festival. Mit seiner Musikalität, Genialität und seinem Einfallsreichtum machte er diesen Abend wieder einmal zum Weltklasse-Erlebnis.
Ovationen für Mayer
In die gleiche Rubrik "Weltklasse" gehört die Lokalmatadorin: Mezzosopranistin Christa Mayer. Sie badete bei ihrem "Heim-Konzert" in Ovationen. Weich, warm und mit großem Volumen in der Stimme glänzte sie mit Johann Adolf Hasses "Salve Regina" und Christoph Willibald Glucks Arie "Ach ich habe sie verloren".
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von Marielouise Scharf |
16.08.2010
| Netzcode: 2453520 | 280 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg
Meisterhaftes Finale voller Höhepunkte
Sulzbach-Rosenberg International Music Festival-Orchesterkonzert begeistert das Publikum
Mayer entfaltete ihre Kunst technisch souverän, doch nie mechanisch. Indem sie Ausdruck, Gefühl und die behutsame Kunst der Nuancierung über vokale Artistik stellt, überzeugt sie mittlerweile Musikkenner in den Musikmetropolen der Welt.
Überzeugt mit seiner mitreißenden Ausstrahlung und seinem meisterhaften Können hat auch Andrzej Grabiec. Als motivierender Dirigent und herausragender Violinvirtuose lockte er mit "Legende op 17" von Henryk Wieniawski das Publikum schnell auf seine Seite. Traumwandlerisch sicher bewegt er sich zwischen schwierigen Doppelgriffen und schnellen Läufen. Sein Ton ist unvergleichlich voll und fleischig, dann wieder zart und sensibel.
Entfalten zu vollere Strahlkraft und Größe durfte sich unter seinem Dirigat auch das Orchester. Nicht nur tiefe Musikalität, auch die Freude am Tun, am Spielen und Interpretieren war in den Gesichtern der jungen Musiker abzulesen. Mit großer Strahlkraft lieferten sie das Konzert für drei Violinen in F-Dur von Antonio Vivaldi. Ein farbiges Wechselspiel boten die Soloinstrumente (1. Violine: Olga Yanovich; 2. Violine: David Yonan; 3. Violine: Anca Nicolau), die brillant den Tutti gegenüberstehen. In ihrer ganzen Pracht, leicht, tänzerisch - und doch kraftvoll und mit Körper erstrahlt "Eine kleine NachtMusick", wie Mozart sie eigenhändig in sein "Verzeichnüß aller meiner Werke" eintrug.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von Marielouise Scharf |
16.08.2010
| Netzcode: 2453520 | 280 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg
Meisterhaftes Finale voller Höhepunkte
Sulzbach-Rosenberg International Music Festival-Orchesterkonzert begeistert das Publikum
Mit Spielwitz
Wundervoll herausmodelliert wird Bela Bartóks Talent, zwischen Volksmusik und "Kunstmusik" zu vermitteln, bei den "Rumänischen Volkstänzen". Der Spielwitz des Orchesters wird hier besonders deutlich. Große Spannungsbögen zwischen Ebbe und Flut, zwischen geballter Orchesterkraft und wie im Sand verlaufenden Tonmodulen bringt die "Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis" von Ralph Vaughan Williams (Solisten: Anca Nicolau, Olga Yanovich, Faith Jones, Astrid Schween). Alles wirkt wie aus einem Guss und ist doch gleichzeitig äußerst transparent und bis ins kleinste Detail ausgefeilt.
Grabiec dominiert sein grandios spielendes Orchester und schafft durch scharfe Akzentuierung eine farbige, aussagekräftige und nuancenreiche Interpretation. Überhaupt arbeitet er mit einem außergewöhnlich agilen und gut abgestimmten Orchester zusammen, das auch in den begleitenden Momenten nie aufdringlich auf sich aufmerksam macht.
Zugaben eingefordert
Gleich zwei Mal musste das Orchester die populäre "Pizzicato-Polka" als Zugabe spielen, bevor Maestro Andrzej Grabiec und seine Musiker nach knapp drei Stunden Hochleistungskonzert entlassen wurden.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Seit fast 20 Jahren verschönert Oleg Kuzenko Hausfassaden, Innenräume und Parkhäuser der Stadt
Oleg Kuzenko ist ein Allround-Künstler. Egal ob Leinwände, Möbel, Uhren, Hausfassaden oder Parkhauswände: Was dem gebürtigen Ukrainer in die Quere kommt, wird gnadenlos bemalt. Nachdem er bereits im
mehr...
Anna-Victoria Baltrusch gastiert bei "Musica Bayreuth"
1989 wurde sie in Berlin geboren, erhielt bereits mit fünf Jahren Klavierunterricht. Anna-Victoria Baltrusch ist sechsfache Preisträgerin des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" in den Kategorien
mehr...
Tage Alter Musik in Regensburg bieten von 25. bis 28. Mai ein breitgefächertes Programm
Am Pfingstwochenende vom 25. bis 28. Mai finden zum 28. Mal die "Tage Alter Musik" in Regensburg statt. Für die Fachwelt zählen sie zu den weltweit renommiertesten und traditionsreichsten Festivals
mehr...
Pianistin Khatia Buniatishvili beeindruckt bei Odeon-Konzert in Regensburg vor allem mit virtuosem Tastendonner
Vor vier Jahren debütierte sie in der Carnegie Hall, zwei Jahre später unterzeichnete sie einen Exklusivvertrag bei Sony. So fix geht das. Mit Khatia Buniatishvili präsentierte sich im Regensburger
mehr...
Der niederbayerische Satiriker Helmut Eckl wundert sich darüber, dass die Zukunft früher länger war und die heutige Zeit schneller vergeht als die Schulzeit. "Sis wias is" lautet deshalb sein Fazit
mehr...