Von Marielouise Scharf |
16.08.2010
| Netzcode: 2453520 | 271 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg
Meisterhaftes Finale voller Höhepunkte
Sulzbach-Rosenberg International Music Festival-Orchesterkonzert begeistert das Publikum
Feine Klassikhits, außergewöhnliche Fantasien und selten gehörte Stücke fanden sich am Samstagabend in der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg im Programm des ausverkauften SRIMF-Finales, das mit vielen Höhepunkten aufwartete.
Sensationell war der Auftritt von Misha Quint mit dem Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33 von Camille Saint-Saëns. Der großartige Solist aus New York und "Herz" des Sulzbach-Rosenberger International Music Festival (SRIMF) brillierte mit Technik und Eleganz, Originalität, Logik und unglaublicher Konzentration. Geist, Seele und Charakter verlieh er dieser außergewöhnlichen Komposition.
Mit seinem Charme hat Misha Quint längst die Oberpfälzer bezaubert. Mit seiner Persönlichkeit und seinem Engagement belebt er das Festival. Mit seiner Musikalität, Genialität und seinem Einfallsreichtum machte er diesen Abend wieder einmal zum Weltklasse-Erlebnis.
Ovationen für Mayer
In die gleiche Rubrik "Weltklasse" gehört die Lokalmatadorin: Mezzosopranistin Christa Mayer. Sie badete bei ihrem "Heim-Konzert" in Ovationen. Weich, warm und mit großem Volumen in der Stimme glänzte sie mit Johann Adolf Hasses "Salve Regina" und Christoph Willibald Glucks Arie "Ach ich habe sie verloren".
Von Marielouise Scharf |
16.08.2010
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Sulzbach-Rosenberg
Meisterhaftes Finale voller Höhepunkte
Sulzbach-Rosenberg International Music Festival-Orchesterkonzert begeistert das Publikum
Mayer entfaltete ihre Kunst technisch souverän, doch nie mechanisch. Indem sie Ausdruck, Gefühl und die behutsame Kunst der Nuancierung über vokale Artistik stellt, überzeugt sie mittlerweile Musikkenner in den Musikmetropolen der Welt.
Überzeugt mit seiner mitreißenden Ausstrahlung und seinem meisterhaften Können hat auch Andrzej Grabiec. Als motivierender Dirigent und herausragender Violinvirtuose lockte er mit "Legende op 17" von Henryk Wieniawski das Publikum schnell auf seine Seite. Traumwandlerisch sicher bewegt er sich zwischen schwierigen Doppelgriffen und schnellen Läufen. Sein Ton ist unvergleichlich voll und fleischig, dann wieder zart und sensibel.
Entfalten zu vollere Strahlkraft und Größe durfte sich unter seinem Dirigat auch das Orchester. Nicht nur tiefe Musikalität, auch die Freude am Tun, am Spielen und Interpretieren war in den Gesichtern der jungen Musiker abzulesen. Mit großer Strahlkraft lieferten sie das Konzert für drei Violinen in F-Dur von Antonio Vivaldi. Ein farbiges Wechselspiel boten die Soloinstrumente (1. Violine: Olga Yanovich; 2. Violine: David Yonan; 3. Violine: Anca Nicolau), die brillant den Tutti gegenüberstehen. In ihrer ganzen Pracht, leicht, tänzerisch - und doch kraftvoll und mit Körper erstrahlt "Eine kleine NachtMusick", wie Mozart sie eigenhändig in sein "Verzeichnüß aller meiner Werke" eintrug.
Von Marielouise Scharf |
16.08.2010
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Sulzbach-Rosenberg
Meisterhaftes Finale voller Höhepunkte
Sulzbach-Rosenberg International Music Festival-Orchesterkonzert begeistert das Publikum
Mit Spielwitz
Wundervoll herausmodelliert wird Bela Bartóks Talent, zwischen Volksmusik und "Kunstmusik" zu vermitteln, bei den "Rumänischen Volkstänzen". Der Spielwitz des Orchesters wird hier besonders deutlich. Große Spannungsbögen zwischen Ebbe und Flut, zwischen geballter Orchesterkraft und wie im Sand verlaufenden Tonmodulen bringt die "Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis" von Ralph Vaughan Williams (Solisten: Anca Nicolau, Olga Yanovich, Faith Jones, Astrid Schween). Alles wirkt wie aus einem Guss und ist doch gleichzeitig äußerst transparent und bis ins kleinste Detail ausgefeilt.
Grabiec dominiert sein grandios spielendes Orchester und schafft durch scharfe Akzentuierung eine farbige, aussagekräftige und nuancenreiche Interpretation. Überhaupt arbeitet er mit einem außergewöhnlich agilen und gut abgestimmten Orchester zusammen, das auch in den begleitenden Momenten nie aufdringlich auf sich aufmerksam macht.
Zugaben eingefordert
Gleich zwei Mal musste das Orchester die populäre "Pizzicato-Polka" als Zugabe spielen, bevor Maestro Andrzej Grabiec und seine Musiker nach knapp drei Stunden Hochleistungskonzert entlassen wurden.
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