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Von Stefan Voit  |  02.08.2010  | Netzcode: 2435181  |  244 Mal gelesen.

Zeit der verlorenen Unschuld

Kunstverein Weiden zeigt bis 29. August den internationalen Künstler Milan Kunc

Weiden. Ferienzeit, Urlaubszeit. Wer im Lande ist, hat vielleicht auch mal Lust auf eine Kunstausstellung. Doch halt, es muss nicht gleich ein Ausflug nach München oder Berlin sein. Nein, auch in der kleinen Stadt gibt es große Kunst zu sehen. Sehr große sogar, denn der Kunstverein Weiden zeigt mit Milan Kunc einen der wichtigsten internationalen Vertreter der tschechischen Kunstbewegung.

Dass es den Verantwortlichen gelungen ist, den Joseph-Beuys- und Gerhard-Richter-Schüler in die Max-Reger-Stadt zu holen, zeugt auch von den jahrzehntelangen Verbindungen in unser Nachbarland. So ist die renommierte Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Klatovy/Klenova und dem Kunstmuseum Umeni Olomouc entstanden.

Von einem "Meilenstein in der Kunstgeschichte der Stadt Weiden" zu sprechen ist nicht übertrieben, zählt Kunc doch zu den wichtigen Vertretern der Postmoderne. Kunc - 1944 in Prag geboren, 1969 in die BRD emigriert, jetzt wieder Prag - behandelt beim Kunstverein zwei große Themen: Frauen und Autos. Zwischen sozialistischem Realismus (mit einer trotzigen Ironie), Ost-Pop und Comic-Kunst schwankend, vermittelt er Illusionen der Wirklichkeit.

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