Von Erich Lobenhofer |
21.07.2010
| Netzcode: 2420044 | 813 Mal gelesen.
Reisinger:
Trotz Eis und Bratwürsten 18 Kilo weg
Landrat Richard Reisinger im AZ/SRZ-Sommerinterview - Marscherleichterung in diesen Tagen
Reisinger:. Amberg-Sulzbach. So richtig gestresst erlebt man ihn kaum. Sein Zeitmanagement erlaubt es ihm, bei tropischen Temperaturen auch noch seine Bahnen im heimischen Waldbad zu ziehen. Und obwohl Richard Reisinger zu Speiseeis vom Dehlinghof in Haar bei Illschwang und Kirwa-Bratwürsten nicht gerne nein sagt, hat er sage und schreibe 18 Kilo verloren. Körpergewicht wohlgemerkt, denn in der Politik sitzt er fest im Sattel. Welche Gedanken den Amberg-Sulzbacher Landrat in diesen heißen Wochen bewegen, darüber gab er im AZ/SRZ-Sommerinterview am Rande der Einweihung der Firma Heinl (wir berichteten) in Neuöd Auskunft.
Herr Reisinger, welche Gedanken bewegen Sie als Landrat an so einem tropenheißen Tag bei einer Betriebseinweihung wie dieser?
Richard Reisinger: Das ist ein sehr erfreuliches Ereignis. Es ist schön zu sehen, wenn hier in der Region durch unternehmerischen Mut zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen. Es freut mich auch, in die Gesichter dieser jungen Menschen zu schauen, die heimatnah eine Beschäftigung gefunden haben. Nicht minder Freude bereitet mir, dass das Landratsamt mit seiner Wirtschaftsförderungsabteilung seinen Teil zum Gelingen beigetragen hat.
Trotz der Witterung und des offiziellen Anlasses sind hier nahezu alle Gäste sommerlich-leger gekleidet. Auch Sie. Gestatten Sie sich in diesen Tagen öfter Marscherleichterung?
Ja, heute besteht sie darin, dass ich auf das Tragen des Sakkos verzichtet habe. Manches Mal würde ich auch gerne noch auf die Krawatte verzichten. Und wenn gar nichts Hochoffizielles ansteht und ich habe nur im Amt zu tun, dann steige ich kurzerhand auf ein T-Shirt um. Andererseits darf ich mich nicht beklagen, obwohl es in meinem Amtszimmer recht rasch sehr heiß wird. Schließlich habe ich sehr viele Termine draußen wahrzunehmen.
Von Erich Lobenhofer |
21.07.2010
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Reisinger:
Trotz Eis und Bratwürsten 18 Kilo weg
Landrat Richard Reisinger im AZ/SRZ-Sommerinterview - Marscherleichterung in diesen Tagen
Als Leiter und Vorgesetzter einer großen Behörde mit vielen Außenstellen sind Sie in gewisser Weise auch für die Einhaltung der Kleiderordnung Ihrer Belegschaften verantwortlich. Gab es da den einen oder anderen Ausrutscher?
Reisinger: Nein, wir haben zwar keine Anzugsordnung herausgegeben, aber unsere Mitarbeiter wissen, wie sie sich zu kleiden haben. Es ist ein gewisses Maß an Lockerheit. Zugleich aber soll die Etikette gegenüber den zu uns kommenden Besuchern gewahrt bleiben. Besonders fühle ich in diesen Tagen mit den Bediensteten des Kreisbauhofs, mit denen der Krankenhäuser und mit all jenen mit, die ohne Klimaanlagen in Dachgeschossen ihrer Arbeit nachgehen müssen.
Es ist unübersehbar, Sie tragen nicht nur leichtere Kleidung. In der gleichen Zeit, in der Sie politisch an Gewicht zugelegt haben, haben Sie das eine oder andere Kilo an Körpergewicht reduziert. Wie viel ist weg und seit wann geht die Aktion?
Reisinger: Ich hab da etwas getan, was ich schon immer machen wollte. Ohne mich über Gebühr einschränken zu müssen - ich mag schließlich jede Sorte von Eis, am liebsten aus heimischer Produktion und zu Kirwa-Bratwürsten sag' ich nicht gerne nein. Begonnen habe ich damit im vergangenen November. Ich esse insgesamt etwas weniger und bewege mich mehr als zuvor. Bei all den Häppchen-Terminen, die ich als Landrat wahrzunehmen habe, könnte ich von früh bis spät ständig etwas essen. Ich tu's nicht mehr und bitte dafür meine jeweiligen Gastgeber um Verständnis, auch wenn's im Einzelfall immer wieder heißt des Bisserl macht doch nix'. Bis jetzt sind 18 Kilo weg.
Von Erich Lobenhofer |
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Trotz Eis und Bratwürsten 18 Kilo weg
Landrat Richard Reisinger im AZ/SRZ-Sommerinterview - Marscherleichterung in diesen Tagen
Ist damit das Ziel erreicht?
Reisinger: So, wie's jetzt ist, bin ich zufrieden. Ich fühle mich wohl. Egal, ob das im Alltag ist, oder wenn man auf einen Berg steigt.
Werden Sie auf Ihr Gewicht ab und zu angesprochen?
Reisinger: Sehr häufig sogar. Und ich kann dann alle beruhigen: Ich bin bestimmt nicht krank. Ich hoffe, dass Gewicht und Gesundheit so bleiben und nicht eines Tages der Jo-Jo-Effekt bei mir wieder Oberhand gewinnt.
Bekommt der Landrat in diesen heißen Phasen nicht manchmal kalte Füße, wenn er an die Finanzlage der öffentlichen Kassen und damit auch des Landkreises denkt?
Reisinger: Kalte Füße kann man da nicht nur in dieser Zeit, sondern das ganze Jahr über haben. Schließlich steigen gerade im Sozialbereich die Ausgaben ständig weiter.
Apropos kalte Füße: Haben Sie im Büro einen Zuber mit kaltem Wasser unter dem Schreibtisch?
Reisinger (lachend): Nein, aber so abwegig ist das nicht. Kürzlich haben die zwei Frauen im Vorzimmer ihre Füße in Wassereimern gekühlt. Ich wollte das dann auch, aber da stand der nächste Termin schon wieder vor der Tür.
Von Erich Lobenhofer |
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Trotz Eis und Bratwürsten 18 Kilo weg
Landrat Richard Reisinger im AZ/SRZ-Sommerinterview - Marscherleichterung in diesen Tagen
Gibt es in der Freizeit das eine oder andere Mal Gelegenheit zur Erfrischung?
: Ja, wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich ins Waldbad in Sulzbach-Rosenberg und ziehe dort meine Bahnen - meistens zwischen 1000 und 1500 Meter. Die Badehose liegt immer im Auto und mit der kennen mich im Waldbad alle. Das ist wie in früheren Tagen. Da bist du nicht Landrat, sondern Badegast wie jeder andere auch.
In wenigen Tagen beginnen die Sommerferien. Für den einstigen Lehrer Reisinger folgten dann sechs Wochen Ferien. Vermissen Sie das?
So etwas wie melancholische Nostalgie kommt da tatsächlich manchmal hoch. Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Dennoch, zehn bis 14 Tage Auszeit werde ich mir demnächst außerhalb des Bereichs zwischen Auerbach und Schmidmühlen, zwischen Freihung und Hohenburg genehmigen. Erfahrene Bürgermeisterkollegen haben mir dazu auch geraten und gesagt: ,Du musst einfach raus!' Ansonsten heißt es ständig, es dauert auch nur ein oder zwei Minuten.
Von Erich Lobenhofer |
21.07.2010
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Trotz Eis und Bratwürsten 18 Kilo weg
Landrat Richard Reisinger im AZ/SRZ-Sommerinterview - Marscherleichterung in diesen Tagen
Welche heißen Themen stehen denn nach Ihrem Urlaub an?
Die wirklich heißen Themen kündigen sich nicht an und finden sich auf keiner Tagesordnung. Sie kommen einfach und dann heißt es, sie zu bewältigen. Ich denke da etwa zurück an die Diskussionen um die Blauzungenkrankheit oder um die Schweinegrippe. Auch Unglücke und Katastrophen, von denen wir hoffentlich verschont bleiben, fielen in diese Kategorie. Worüber wir aber in den nächsten Wochen verstärkt sprechen müssen, ist der Kreishaushalt 2011. Mit den Fraktionssprechern im Kreistag werden dazu im Herbst die ersten Kontakte hergestellt.
Sprach's und stieg ins Auto - mit dem Ziel Waldbad.
Penzberg (dpa/lby) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im oberbayerischen Penzberg ein neues Forschungs- und Produktionsgebäude in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat die Einrichtung etwa 140 Millionen Euro
Penzberg (dpa/lby) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im oberbayerischen Penzberg ein neues Forschungs- und Produktionsgebäude in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat die Einrichtung etwa 140 Millionen Euro
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