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Von Anastasia Poscharsky-Ziegler  |  20.05.2010  | Netzcode: 2329650  |  492 Mal gelesen.
Wunsiedel

Bezaubernder Besenritt trotz Aschewolke

Otfried Preußlers Kinderstück "Die kleine Hexe" eröffnet die Luisenburg-Festspiele 2010 in fetziger Neufassung

Es riecht nach Feuer, Hölle und Schwefel. Rauchwolken und Nebelschwaden ziehen geheimnisvoll durch die Fichten und Birken der Luisenburgbühne. Heftige Blitze deuten mit Donner und Doria die Welt der Magie an. Und mittendrin heizt Otfried Preußlers "Kleine Hexe" dem frierenden Publikum am Mittwochvormittag tüchtig ein.

Der Klassiker aus dem Jahr 1957 wurde von Regisseurin Petra Wüllenweber tüchtig entstaubt, durch aktuelle Bezüge, Komik, Tanz und Musik so gehörig beschleunigt, so dass die ganze Familie über achtzig rasende Minuten einen Riesenspaß bei einem Mega-Spektakel haben kann.

127 Jahre jung



Mit ihren nur 127 Jahren ist die kleine Hexe (Katharina Schwägerl, letztes Jahr die "Magd Lina" im "Michel von Lönneberga") ein quicklebendiger und rotzfrecher Teenie. In ihrem pinken Outfit und mit ihrem Turbo-Besen "Horsti-Borsti", den sie in "Pfefferkorns Besen-Boutique" eigentlich "lieber als Viersitzer" erworben hätte, rast sie einmal die ganze beachtliche Höhe der Felsenbühne hinunter - nachdem sie trotz Aschewolke die Flugerlaubnis erhalten hat.

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