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Von Stefan Voit  |  07.05.2010  | Netzcode: 2307796  |  679 Mal gelesen.

Stimmen der Zeitzeugen sollen nie verstummen

Interview mit dem Journalisten Thomas Muggenthaler über seine Gespräche mit Opfern des NS-Regimes - CD-Box "dem vergessen entrissen"

Regensburg. Der 50. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg war 1995 für Thomas Muggenthaler ein Schlüsselerlebnis. Damals hat der Regensburger Rundfunkjournalist gesehen und gespürt, wie wichtig es ist, dass ehemalige Häftlinge mit ihren Berichten Licht in das Dunkel dieses ehemals vergessenen KZ bringen und von ihren schrecklichen Erlebnissen erzählen können. Muggenthaler, Jahrgang 1956, aufgewachsen in Waffenbrunn (Landkreis Cham), hat diesen Menschen zugehört und ihre Aussagen dokumentiert.

Bayern 2 sendet am 8. Mai (13.05 Uhr) sein Radio-Feature "Die Helden von Roztoky: Die Befreiung des KZ-Todeszuges 94803". Die Kulturredaktion führte mit ihm dieses Interview.

Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren als Rundfunkjournalist mit dem Nationalsozialismus. Wie und wann sind Sie auf dieses Thema gekommen?

Thomas Muggenthaler: Über die Theorie. Ich hab Politik und Soziologie studiert und Faschismustheorien waren einer meiner Schwerpunkte. Die Frage: Wie konnte es zu diesem Wahnsinn kommen, hat ja schon die 68er interessiert und uns später natürlich auch. Ich hab dann meine Magisterarbeit über "Cham in der NS-Zeit" geschrieben.

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