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Weiden
Von Liebeskriegen, Regennächten und Halsabschneidern
Begeisterndes Konzert: Das Regensburger Vokalsextett "Singer Pur" entstaubt internationales Liedgut bei Förderkreiskonzert
Bravorufe für die Darbietung des deutschen Volksliedes "Auf einem Baum ein Kuckuck saß"? Begeisterte Ovationen mit Händen und Füßen vom klassisch orientierten Förderkreis-Publikum für Songs von Chick Corea und Irving Berlin? Ja, so etwas gibt es, wenn hohes Niveau kein Synonym für tödliche Langeweile und Verklemmtheit ist. Die 49. Förderkreissaison endete am Freitag in der vollen Max-Reger-Halle mit dem Regensburger Sextett "Singer Pur" und weltlicher Vokalmusik aus aller Welt aus über tausend Jahren.Das einzige Kriterium, das bei den international gefragten Regensburgern zählt, lautet: "Die Musik muss gut sein." Es sprengt die konventionellen Grenzen von ernster und unterhaltender Musik. Und so kam es, dass die sechs Stimmen ohne jede Instrumentalbegleitung vom ersten sauberen, wie aus dem Nichts gepflückten Ton die Aufmerksamkeit und Bewunderung ihrer Zuhörer erhielten und verdienten.
Als "First Lady" machte Sopranistin Claudia Susanne Reichard durchweg eine gute Figur. Ohne sich in den Vordergrund zu spielen, krönte sie mit ihrer angenehmen hohen Lage die gepflegten Stimmen ihrer fünf Kollegen, bei denen die Homogenität von den Kehlen bis zum Schuhwerk reichte. In die strenge Schule der Regensburger Domspatzen gingen die drei Tenöre Klaus Wenk, Markus Zapp und Manuel Warwitz, als Bariton Reiner Schneider-Waterberg in Namibia noch Warzenschweine jagte und Bassist Marcus Schmid im Hochlandchor von Garmisch-Partenkirchen jodelte.
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