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Von Sandra Blaß  |  08.04.2010  | Netzcode: 2268986  |  614 Mal gelesen.
Bayreuth

Das groteske Spiel um Eifersucht und Habgier

Das "Deutsch-französische Forum junger Kunst" in Bayreuth führt zwei gegensätzliche Puccini-Opern auf

Auf der einen Seite ein naturalistisches Eifersuchtsdrama, auf der anderen Seite ein grotesker Erbschaftsstreit: Mit "Il Tabarro" und "Gianni Schicchi" standen sich am Dienstagabend in der Stadthalle Bayreuth zwei Einakter aus dem Triptychon "Il Trittico" von Giacomo Puccini gegenüber, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Vielleicht war es gerade jene Gegensätzlichkeit, die sie für die Nachwuchskünstler des 23. Musiktheaterkurses im "Deutsch-französischen Forum junger Kunst" so reizvoll machte. So studierten mehr als 100 talentierte Orchestermusiker und Sänger aus Frankreich, Deutschland und zwölf weiteren europäischen Ländern unter der Regie von Alberto Nason und der musikalischen Leitung von Nicolaus Richter diese beiden Operneinakter ein. Und das, was bei der Premierenaufführung herauskam, konnte sich sehen lassen. Von kleinen Temposchwankungen zu Beginn abgesehen, agierte das Orchester unter der stringenten Führung Richters souverän und verstand es, die musikalischen Stimmungen gekonnt umzusetzen. Die Gesangssolisten, allesamt junge Talente, standen der Leistung des Orchesters in nichts nach. Mit großem schauspielerischem Können verkörperten sie ihre Rollen und nahmen das Publikum mit hinein in die Geschichten um Liebe und Eifersucht.

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