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Von Stefan Voit  |  04.03.2010  | Netzcode: 2222611  |  638 Mal gelesen.
Schwandorf

Die Natur schlägt zurück

Georg Hornung zeigt in Schwandorf virtuelle Installationen - Bis 21. Juni

"Einzug" lautet der Titel dieses Bildes, das
"Einzug" lautet der Titel dieses Bildes, das Georg Hornung in seiner Schwandorfer Ausstellung zeigt. Das verfallene Treppenhaus wurde in einer Offiziersvilla in Tschechien aufgenommen. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage mit Musik aus der Meisterklasse von Kurt Seibert. Bild: Voit
Der Mörder ist diesmal nicht der Gärtner, der Mörder sind wir alle, die wir mit unserer Unvernunft und maßlosen Gier unseren Planeten langsam zugrunde richten. Tsunamis, Erdbeben, Sturmfluten - es wird immer ungemütlicher auf der Erde. Der Meeresspiegel steigt, Inseln versinken im Meer, Städte werden verlassen und aufgegeben.

Was noch wie ein Zukunftsszenario klingt, könnte bald Wirklichkeit werden. Der Weidener Fotograf Georg Hornung - ein gelernter Gärtner und damit auf besondere Weise der Natur verbunden - nimmt sich dieses ernsten Themas an, und bringt es als virtuelle Installation auf seine Ereignisbühne. Was er daraus macht, ist seit Dienstag in Schwandorf zu sehen.

Verlassene Räume - Porzellanfabrik Hutschenreuther (Schwandorf), Kindergarten (Brandenburg), Teppichfabrik (Sachsen), Klosterkirche (Tschechien), Palast der Republik (Berlin) - sind Ausdruck für einen Krieg zwischen Mensch und Natur. Wie ein Kriegsreporter dringt Hornung in diese menschenleeren Gebäude ein, dokumentiert sie. In einer raffinierten Montagetechnik lässte er am Computer faszinierende Pflanzenwelten von den Gebäuden Besitz ergreifen.

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