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Weiden
Nicht nur für "Steineklopfer"
Geopark-Geschäftsstellenleiter Andreas Peterek referiert in der VHS
Weiden. (hcz) Eine Reise durch 600 Millionen Jahre Erdgeschichte gefällig? Der Bayerisch-Böhmische Geopark macht dies mit seinen Geotopen, Lehr- und Erlebnispfaden, Museen und besonders bei geführten Touren mit einem "Geopark-Ranger" möglich.
In der VHS erläuterte Dr. Andreas Peterek, Leiter der Geopark-Geschäftsstelle, am Dienstag das Konzept und die Inhalte des Projekts. Der 50-jährige Geologe beschäftigte sich schon als Wissenschaftler an der Universität in Bayreuth mit den geologischen Besonderheiten der Region. Ein knappes Dutzend Geoparks gebe es in Deutschland. Jeder thematisiere die Besonderheit seiner Landschaft.Der Geopark "Nördlinger Ries" etwa habe einen Meteoriteneinschlag zum Thema, der vor 14 Millionen Jahren geschah. Der in der Eifel den Vulkanismus. In Mecklenburg und am Oderrand werde die Eiszeitlandschaft dargestellt. Ostbayern wiederum verdanke der Lage im Kreuzungsfeld großer Bruchsysteme einen unendlichen Reichtum an Gesteinen, Bodenschätzen und Landschaftsformen. In der "steinreichen Ecke" Europas kämen 85 Prozent aller Gesteine der Welt vor. 600 Millionen Jahre Erdgeschichte seien hier "lückenlos" zu erforschen.
Im Geopark sei natürlich das wissenschaftliche Großprojekt Kontinentale Tiefbohrung (KTB) eingebunden. Als einer von nur zwei Geoparks erstrecke sich das Gebiet über die Landesgrenze hinaus. Von Waldeck bis Jachimov (Joachimsthal), entlang des "Egerrifts" lägen die Sehenswürdigkeiten: herausragende Geotope, Museen, Besucherbergwerke, Lehr- und Erlebnispfade, Höhlen, Info-Stellen. Sechs Naturparks lägen im Gebiet. Eine "Bergbaustraße" und eine "Wasserstraße" sollen geschaffen werden.
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