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Weiden
Klimawandel trifft den Wald
Josef Riederer referiert bei Schutzgemeinschaft Deutscher Wald über Folgen der Erderwärmung
Weiden. "Die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Waldbäume". Das brisante Thema, zu dem die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eingeladen hatte, lockte zahlreiche Zuhörer an. Mit Josef Riederer, Leiter des Forstbüros Ostbayern, hatten Vorsitzender Günter Grabs und Geschäftsführer Reiner Butz den "Standort-Papst" der Oberpfalz gewonnen. Er hat bereits vor 20 Jahren die Standortkartierung für die regionalen Forstbetriebsgemeinschaften durchgeführt.
"Der Klimawandel", so der Referent, "ist kein in ferner Zukunft stattfindendes Ereignis. Er hat uns und unsere Wälder schon seit geraumer Zeit im Griff." Die aktuellen Klimaprognosen gehen von einer Temperaturerhöhung bis 2100 von 1,5 bis 3,7 Grad Celsius aus. Der weltweite Anstieg von Kohlendioxidkonzentraten sei primär auf den Verbrauch fossiler Energieträger zurückzuführen. Ursache sei das Zurückdrängen der Wälder zugunsten anderer Formen der Landnutzung.
Während sich frühere Klimaänderungen aus natürlichen geophysikalischen Vorgängen ergeben hätten, handele es sich gegenwärtig um Prozesse, die vom Menschen selbst ausgelöst würden. Es sei zu befürchten, dass sich die in erster Linie auf Treibhausgase zurückzuführende Klimaveränderung viel schneller vollziehe als vorausgesagt. "In einer Geschwindigkeit, der die Adaption von Pflanzen, Tieren und Ökosystemen nicht zu folgen vermögen", so der Referent. Darin liege die große Herausforderung der Forstwirtschaft. Die Ausmaße der Klimaveränderung könnten aber nicht hinreichend vorausgesagt werden. Witterungsextreme - wie trockene Sommer und der damit verbundene erhöhte Schädlingsbefall - sorgten für Ertragseinbußen. Diesen Klimaänderungen sei die Baumwahl anzupassen.
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