Oberpfalznetz.de > Lokales > Stadt Weiden > Bier zu Zeiten des Pharaos

  • Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 3
Von (uz)  |  09.02.2010  | Netzcode: 2188085  |  127 Mal gelesen.
Weiden

Bier zu Zeiten des Pharaos

Schon die alten Ägypter brauten Gerstensaft: allerdings nicht nach dem Reinheitsgebot

Weiden. (uz) Hätten die alten Ägypter das Bayerische Reinheitsgebot von 1516 gekannt, dann hätten sie bestimmt gemerkt, dass ihr Bier nicht schmeckte. Bier war zwar auch zu Pharaos Zeiten ein Grundnahrungsmittel, wie bei uns in Bayern. Aber einem heutigen Gast des Münchner Hofbräuhauses hätte der antike Gerstensaft vom Nil bestimmt den Magen umgedreht. Hopfen und Malz - Gott erhalt's.

Ägyptens Braumeister waren nämlich dem Bäckermeister gar nicht so unähnlich. Die stopften damals einfach Brotlaibe in maßkruggroße Tongefäße, schütteten Wasser drüber, versetzten das Ganze mit Datteln und ließen es gären. Den Leuten wurde dieses Gebräu dann wirklich als Bier verkauft, das dann vorzugsweise, und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Kater fördernd, wie Babybrei per Strohhalm gesaugt wurde.

Warum wir das wissen? Die Ägyptologin Roxane Bicker aus München erzählte die "Heim und Herd"-Geschichten Interessenten im Internationalen Keramikmuseum. Es war der vorletzte Vortrag zum Begleitprogramm "Altes Ägypten", das am 4. März mit dem Vortrag "Wissenschaft und Medizin" enden wird. Anschließend wandert die ägyptische Ausstellung nach München.

Neben der Kunst des Bierbrauens und Brotbackens, schilderte die Expertin auch Weinanbau und Rinderhaltung. "Der einfache Ägypter wird wohl nie einen Bissen Rindfleisch abbekommen haben", sagte sie. "Dies blieb der reichen Elite vorbehalten." Bauern hätten Brot gegessen und vielleicht Fisch und Geflügel, das sie im Dickicht des Nilgürtels fangen konnten.

  • Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 3

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:

Ihre E-Mail-Adresse:
Ihr Kennwort:

Noch nicht Mitglied im Oberpfalznetz?

Dann registrieren Sie sich hier!
Heute

Weiden

Berufsschule längst international

Europäischer Gedanke auf allen Ebenen - Akademie für Fremdsprachenberufe geplant

Die Europaberufsschule fühlt sich ihrem Namen entsprechend dem europäischen Gedanken verpflichtet. Sie fördert die interkulturelle Kompetenz ebenso wie die europaweite Mobilität der Schüler und ihrer Lehrkräfte. Dabei setzt die Schule auf ein verbessertes Fremdsprachenangebot und den Austausch mit vielen europäischen Partnerschulen. mehr...

Weiden

"Kepler" für alle

Tag der offenen Tür an Weidens größtem Gymnasium

"Klar, das ist heute eine Schauveranstaltung. Wir haben bewusst darauf verzichtet, den Besuchern hier echten Schulunterricht vorzuspielen." Oberstudiendirektor Rolf Anderlik wollte seinen Gästen beim Tag der offenen Tür des Kepler-Gymnasiums am Samstag doch lieber das breite Spektrum an Schulaktivitäten präsentieren. Und das auf spielerische Art und Weise. mehr...

Weiden

Viele Therapien, wenig Vorsorge

Informationstag des Darmkrebszentrums - Nördliche Oberpfalz zu zögerlich

Die nördliche Oberpfalz hinkt hinterher - zumindest was die Koloskopie betrifft. Dahinter verbirgt sich die Darmspiegelung. Mit einer Vorsorgerate von fünf bis acht Prozent liege die Region deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt. Darauf wies Professor Dr. Frank Kullmann beim dritten Patienteninformationstag des Darmzentrums am Klinikum hin. mehr...

Weiden

Von Hass zu neuem Leben

Vortrag über Geschichte der Juden in der Oberpfalz - Großes Besucherinteresse

Mit zwei Fahrzeugen sicherte die Polizei den Durchgang des "Alten Eichamtes" - vorsorglich. Immerhin stand dort ein Vortrag über Juden in der Oberpfalz an. Zu Störungen durch Neonazis kam es dann aber nicht. Dafür zu einem großen Andrang von Zuhörern. mehr...

Weiden

Bürokratie und Bienen

Treffen des Imker-Kreisverbands - Jubiläum steht an

Es ging zu wie im Bienenstock: Zu Beginn des Imkerjahres trafen sich Vorsitzende und Funktionäre des Kreisverbands Weiden der Bayerischen Imkervereingung im Bienenheim. Neun Ortsgruppen der Region mehr...
Gestern

Weiden

"Durch Christus haben wir Zugang"

St. Elisabeth: Bischof Müller bei Aciesfeier - Verhältnis von Vater und Sohn beleuchtet

Pfarrer Peter Brolich stand die Freude über den Gast förmlich ins Gesicht geschrieben. Verständlich. Schließlich empfing das Präsidium St. Elisabeth in der Curia Amberg-Weiden am Sonntag Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller. Der hatte sich bereiterklärt, das heilige Amt bei der Aciesfeier der Legio Mariae zu zelebrieren. mehr...

Weiden

In schönster Harmonie

Stadt- und Jugendblaskapelle schwelgt in Dur: Nachwuchs im Aufwind

Die Stadt- und Jugendblaskapelle klettert weiter die Dur-Leiter nach oben. Keine Spur von Moll oder Disharmonie - im Gegenteil: Wie Chef Bernhard Kaltenecker bei der Jahreshauptversammlung in der "Almhüttn" feststelle, sei vor allem der Nachwuchs im Aufwind. mehr...

Weiden

Junge Schützen übernehmen

Generationenwechsel bei "Alpenrose" - Alfred Rupprecht: 20 verdienstvolle Jahre

20 Jahren führte Alfred Rupprecht als Schützenmeister die Schützengesellschaft Alpenrose. Er war bereits seit 1977 in das Schützenmeisteramt eingebunden, arbeitete im Bauausschuss für das Schützenheim mit, war nach der Krise 1986 zweiter Schützenmeister und nach dem Tode vom Hans Rößler sein Nachfolger bis heute. Bei der Jahreshauptversammlung ernannte ihn die Gesellschaft zum Ehrenschützenmeister. Die Laudatio hielt Adolf Bogner. mehr...

Weiden

Kanal kommt der DJK teuer

Kosten: 135 000 Euro - Jahreshauptversammlung: Jede Woche sporteln hunderte Weidener

"Ich hätte lieber eine Dreifachturnhalle gebaut", sagte DJK-Vorsitzender Tobias Reichelt. Der Sportverein muss 135 000 Euro für den Kanalanschluss des DJK-Geländes zahlen. Dieser hohen finanziellen Belastung werde man mit Haushaltsdisziplin begegnen, meinte stellvertretender Vorsitzender Reinhold Wildenauer. mehr...

Weiden

Nur ein großer Landkreis

Höher: Neue Struktur für nördliche Oberpfalz - Weiden nicht mehr kreisfrei

Zu ihrer Klausurtagung ist die Weidener CSU am Samstag nach Tännesberg in den Landkreis Neustadt/WN ausgerückt. In einen Landkreis, den es nach Überzeugung von Lothar Höher in zehn bis 15 Jahren gar nicht mehr geben wird. mehr...