Von (ja) |
09.02.2010
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Weiden/Letzau
Gegenwind für die Windkraft
Vertreter der Bürgerinitiative Matzlesrieth informieren über Auswirkungen auf Nachbargemeinden
Weiden/Letzau. (ja) Rund 80 Bürger folgten der Einladung der Bürgerinitiative Matzlesrieth zum Thema Windkraftnutzung und deren Folgen für die Gemeinde Theisseil. Vorsitzender Dr. Heinrich Bücherl sowie die Beiräte Hans Balk und Gerhard Zimmet informierten im Gemeindehaus in Letzau über das Vorhaben der Stadt Weiden, von dem die Gemeinde Theisseil in vielen Teilen massiv betroffen sein würde.
Dr. Heinrich Bücherl (Mitte), Hans Balk und Gerhard Zimmet erhielten von allen Anwesenden im Saal Zustimmung. Die Bürger teilten ganz offensichtlich die vorgebrachten Befürchtungen. Bild: ja
Auch Bürgermeisterin Marianne Rauh und zahlreiche Gemeinderäte hatten sich zu der Veranstaltung eingefunden. Gerhard Zimmet, der auch als Moderator fungierte, erläuterte den Sachstand der bisher 21-monatigen Tätigkeit, die sich gegen die Auswirkungen des Vorhabens richtet. Gegen die Nutzung der Windkraft sei auch von der BI nichts einzuwenden. Nur dürften die Menschen und Nachbargemeinden nicht durch dieses ehrgeizige Projekt belästigt werden. Die viel zu geringen Abstände zu Wohngebieten und die exklusive Betrachtung der Windkraft, wobei alle anderen regenerativen Energien außer Acht gelassen würden, seien Anlass für den Widerstand.
Frist läuft bis 11. Februar
Zimmet ging auf das Gutachten der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Windmessungen, die Änderung und den neu erstellten Flächennutzungsplan ein. Dabei seien Ausschlussflächen im Bau- und Planungsausschuss "per Zuruf" wieder mit eingebracht worden.
Bis zum 11. Februar haben die Bürger Zeit, ihre Einwände bei der Stadt Weiden darzulegen. Nachdrücklich verwies er auf den Vermerk "Einspruch" oder "Einwand", der auf dem persönlichen Brief an das Stadtplanungsamt zu stehen habe, um berücksichtigt zu werden.
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Gegenwind für die Windkraft
Vertreter der Bürgerinitiative Matzlesrieth informieren über Auswirkungen auf Nachbargemeinden
Doch der Bürger müsse durch die Folgen der Windkraft selbst betroffen sein. Als mögliche Argumente für einen Einwand nannten die Vertreter der Bürgerinitiative Lärmentwicklung, Infraschall, Schattenschlag, Diskoeffekt und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken, Eiswurf-Gefahr oder die Minderung des Grundstück- und Immobilienwertes. Auch die optische Beeinträchtigung des intakten Landschaftsbildes oder die Bedrohung für Tier- und Pflanzenwelt seien Gegenargumente.
Die Planungen der Stadt Weiden greifen massiv in das Lebensumfeld von Landkreisbürgern ein. Diese Fremdbestimmung verbiete er sich, sagte Zimmet. Bei der lebhaften Diskussion machte das Publikum unisono seinem Ärger gegen dieses Vorhaben Luft. Die Ängste waren greifbar, Befürworter der Pläne der Stadt gab es nicht.
Schriftlicher Einspruch
Hans Balk erläuterte detailliert die Nachteile des Vorhabens für Theisseil, Letzau, Matzlesrieth und Trauschendorf, Fischerberg und Blockhütte und legte auch die Aktivitäten der BI gegen die Planungen offen. Er bat die Bürger der Gemeinde, ihren Einspruch schriftlich abzugeben. Je mehr Einsprüche vorlägen, desto schwieriger werde die Realisierung.
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Gegenwind für die Windkraft
Vertreter der Bürgerinitiative Matzlesrieth informieren über Auswirkungen auf Nachbargemeinden
Nach der Bewertung der Einsprüche werde der endgültige Entwurf des Flächennutzungsplans erstellt. Der werde zwar öffentlich ausgelegt, doch viel zu machen sei dann nicht mehr, meinten die Vertreter der Bürgerinitiative. Dann würden die Anlagen soweit technisch und wirtschaftlich möglich erstellt. Bis Ende 2010 solle der Teilflächennutzungsplan rechtskräftig sein. Es gehe um Millionen, die sich Investoren nicht entgehen lassen wollten. Doch solche Maßnahmen seien nur im Einklang mit Mensch und Natur zu treffen, forderten die Referenten. Bei einem rechtskräftigen Beschluss bleibe den Kommunen immer noch die Möglichkeit der Klage.
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