Weiden
Fremde Welten im Zwischenraum
Fritz Thiem zeigt bis 7. Februar neue Arbeiten in der kleinen Galerie des Kunstvereins
In der "kleinen Galerie im Zwischenraum", dem neuen Schauraum des Kunstvereins, zeigt er computer-optimierte Collagen. Diese "kleine Spielwiese für spontane Einfälle" markiert, laut Herzer, auch ein neues Aufbruchsignal für diese kulturelle Institution.
Fritz Thiem (Studium 1960/61 an der Ecole des Beaux Arts in Paris, 1961/66 Akademie der Bildenden Künste München) erzählt in seinen "locker gebündelten Bemerkungen" von Duchamps und Picasso, Readymades und Komantschen-Sprache, Fundstücken und springenden Funken. Dieser sprachlich-philosophische Kunst-Diskurs war gleichzeitig Anleitung und Hinführung zu den gezeigten Bilderwelten. Wie Höhlenmalereien des 21. Jahrhunderts oder futuristische Kirchenfenster wirken die Collagen, die aus Reststücken größerer Arbeiten zusammengefügt wurden. Die graphisch und farbig optimierten C-Prints sind visuelle Reflexe, Eindrücke vom Saum der Wahrnehmung, Lichtbilder aus der Dunkelkammer.
Schichtungen, Schnitte und Risse verdeutlichen die farbigen Übersetzungen, setzen die fotografischen Vergrößerungen in einen neuen, spannenden Kontext. "Was bleibt, ist immer das, was man gesehen hat.", sagt Thiem zu seinen Arbeiten. Die "Zwischenräume" laden zu neuem Sehen ein!
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