Weiden
Sucht nach Kinderpornos
34-Jähriger will Therapie beginnen - Bewährung
Weiden. (rns) Elf Monate Freiheitsstrafe, auf Bewährung ausgesetzt, kostete es einen 34-Jährigen, dass er sich vor eineinviertel Jahren einige Dateien und Videoclips aus dem Internet heruntergeladen hatte. Denn diese waren kinderpornografischen Inhalts und zeigten unter anderem auch Mädchen, die eindeutig unter 14 Jahre alt waren, beim Sex.
Einen Monat nachdem der Mann aus dem Landkreis Neustadt die Sauereien angeklickt hatte, erschien die Polizei in seiner Wohnung, beschlagnahmte die Computer und fand bei der Wohnungsdurchsuchung auch noch acht Wurfsterne. Vor Strafrichter Roland Güll hatte sich der 34-Jährige nun wegen Waffenbesitzes zu verantworten sowie wegen Erwerbs, Besitzes und - weil er die Dateien auf seinem Ordner theoretisch auch anderen Usern zugänglich gemacht hatte - wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften.Abgesehen von der Verwerflichkeit der Tat seines Mandanten, sagte Rechtsanwalt Dr. Hans-Wolfgang Schnupfhagn, zeige der Fall doch, wie weit wir schon elektronisch überwacht würden. "Big Brother lässt grüßen", so der Verteidiger. Dr. Schnupfhagns Mandant war von Anfang an geständig gewesen und zeigte echte Reue.
Weil er schon "ein gewisses Suchtpotenzial nach solchen Sachen" verspüre, wolle er eine Therapie beginnen, versprach er. Richter Güll legte ihm dies als Bewährungsauflage auf. Zusätzlich muss der derzeit Arbeitslose 800 Euro an den Stadtjugendring zahlen. Etwas weniger als Staatsanwalt Dennis Herzog in seinem Antrag gefordert hatte. Dieser hatte auf 1000 Euro und ein Jahr auf Bewährung plädiert.
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