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Von Stefan Voit  |  18.11.2009  | Netzcode: 2086554  |  299 Mal gelesen.

"Lange genug warf die Vergangenheit ihre Schatten"

KZ-Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit stellt neues Buch über "Erinnerungsort Flossenbürg" in Weiden vor

Weiden. "Alles muss verschwinden, was den Charakter des Lagers hat. Ein wohnliches Dorf soll entstehen!" Dieses Zitat aus den 50er Jahren zeigt, wie schwer es die Gemeinde Flossenbürg im Umgang mit dem ehemaligen Konzentrationslager hatte. Dieser und vielen anderen Fragen ist Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte, in seinem Buch "Erinnerungsort Flossenbürg" (¤ 39,90, Wallstein Verlag) nachgegangen. Das fast 400 Seiten umfassende Werk, gleichzeitig seine Doktorarbeit an der TU Berlin/Zentrum für Antisemitismusforschung, stellte er am Montag in der Weidener Buchhandlung Rupprecht vor.

Vergessenes Lager



Nach der Befreiung des KZ im April 1945 durch die US-Armee beginnt ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Grenzgemeinde. Gerade diese Randlage trägt mit dazu bei, dass Flossenbürg schnell zu einem vergessenen KZ wird. Für die Amerikaner spiegelt sich die eigentliche Befreiung auf den Todesmärschen wider, die 1600 im Lager verbliebenen Häftlinge sind ohne große Bedeutung.

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