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Von Stephan Maurer, dpa  |  18.11.2009  | Netzcode: 2086552  |  538 Mal gelesen.
Hersbruck

Jeder zweite Häftling überlebte nicht

Nazi-Lager Hersbruck: Ausstellung macht Spuren der Vergangenheit wieder lesbar

Es war eines der größten und schlimmsten Außenlager des KZ Flossenbürg: Rund 9000 Menschen wurden 1944 und 1945 von den Nazis im Lager Hersbruck/Happurg, östlich von Nürnberg, gefangen gehalten. Zwangsarbeit, Folterungen, Hinrichtungen - jeder zweite Häftling überlebte nicht. Nach dem Krieg wurde das schreckliche Geschehen verdrängt, das Gelände neu bebaut. Erst jetzt werden die damaligen Ereignisse dem Vergessen entrissen: Eine Ausstellung, die heute in Hersbruck eröffnet wird, soll die Spuren der Vergangenheit wieder lesbar machen.

Stollensystem im Berg



"Hersbruck war nach Litomerice (Leitmeritz) in Tschechien das zweitgrößte Außenlager des KZ Flossenbürg", erläutert der Historiker Alexander Schmidt, der sich mit der Geschichte des Hersbrucker Außenlagers intensiv befasst hat und die von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg betreute Ausstellung konzipiert hat.

Oberhalb von Happurg, einem kleinen Ort in der Nähe, mussten KZ-Häftlinge ab Mitte 1944 ein Stollensystem in den Berg graben - dort sollten, geschützt vor den Bombenangriffen der Alliierten, Flugzeugmotoren produziert werden. Dazu kam es allerdings nicht mehr.

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