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Von Andrea Prölß  |  28.09.2009  | Netzcode: 2018197  |  317 Mal gelesen.
Weiden

Musik von einem anderen Stern

Max-Reger-Tage (I): Tal und Groethuysen begeistern mit Goldberg-Variationen in der Fassung Rheinberger/Reger

Das 30-gängige Menü von Bach, die spätromantischen Geschmacksverstärker von Rheinberger, das Ganze von Reger noch einmal dezent nachgewürzt. Nicht immer verderben viele Köche den Brei. Was einst gestrengen Bach-Puristen bleischwer im Magen lag, entpuppt sich in historisch informierten Zeiten als Sterne verdächtige Delikatesse.

Die Rede ist von Bachs Goldberg-Variationen, erschienen um 1740, in der Bearbeitung für zwei Klaviere durch Joseph Rheinberger (1883), revidiert von Max Reger (1915). Ein musikalisches "work in progress", das am Freitag seine Fortsetzung fand. Eingebettet in die Weidener Max-Reger-Tage, als Sonderkonzert veranstaltet vom Förderkreis für Kammermusik. Ein durchaus stimmiger Rahmen für die Aufführung dessen, was Reger für derart gelungen hielt, dass er nur dezent nachbesserte.

Fließendes Zusammenspiel



Auch die israelische Pianistin Yaara Tal und ihr deutscher Partner Andreas Groethuysen gingen mit Bedacht und Sorgfalt zu Werke. Geht es doch bei dieser Bach-Bearbeitung um mehr als nur um deren makellose technische Bewältigung. Die sei dem Klavierduo schon vorab attestiert. Mit stupender Technik, frappierender Synchronizität und herrlich fließendem, organisch schwingendem Zusammenspiel begeisterten die beiden Münchner Künstler auch in der Max-Reger-Halle die zahlreich erschienenen Zuhörer.

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