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Wurz
Musikalische Eleganz im silbernen Zwirn
14 Berliner Flötisten beenden Saison der Wurzer Sommerkonzerte - Profis vom Scheitel bis zur Sohle
Selten ist Henry Mancinis "Pink Panther" so elegant und leichtfüßig um die Ecke geschlichen. Im silbernen Zwirn statt im rotzig-dreckigen Saxofon-Gewand. Doch wenn 14 Flötisten - ein jeder Profi vom Scheitel bis zur Sohle - die Spielfreude packt, dann klappt auch dieses Experiment. So wie an diesem Abend eigentlich alles klappte, was die gut aufgelegten Berliner Flötisten zum Abschluss der Wurzer Konzertsaison aufs Pult legten. Ob alte Canzonae vom venezianischen Meister Giovanni Gabrieli oder Georges Bizets temperamentgeladene "Carmen"-Suite, das Scherzo aus Mendelssohn-Bartholdys "Sommernachtstraum" oder die "Serenade Es-Dur" von Richard Strauß. Und dass die Liaison zwischen Flöte und französischer Musik seit jeher eine harmonische ist, zeigte sich in den gelungenen Bearbeitungen von Debussys "Claire de Lune" sowie Ravels "Tombeau de Couperin".Klaviermusik, die in der Flöten-Version den impressionistischen Zauber Debussys fein glänzend unterstreicht, Ravels Hommage an die Musik des 18. Jahrhunderts in silbriger Clarté nachzeichnet. Zu guter Letzt zauberte das Ensemble mit Tango-Bearbeitungen noch etwas südliches Kolorit in den Raum. Und das konnte man wahrlich gebrauchen. Denn was an diesem Abend so ganz und gar nicht klappen wollte, war die Sache mit dem Wetter. Nicht nur dass der plötzliche Kälteeinbruch die letzte Veranstaltung der Wurzer Sommerkonzerte in die Pfarrkirche zwang. Ein Manko, das exzellente Musiker, ein durch und durch unterhaltsames Programm und nicht zuletzt die gute Akustik des Kirchenraums wieder wett machten.
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