Von Andrea Prölß |
25.08.2009
| Netzcode: 1970992 | 342 Mal gelesen.
Wurz
Dem "Alptraum Blockflöte" den Garaus gemacht
Das Blockflöten-Quartett Flautando Köln begeistert das Wurzer Publikum und rehabilitiert nebenher ein gern gehasstes Instrument
Adorno spricht vom "schmählichsten Tod des erneut stets sterbenden Pan". Etwas vorsichtiger gesteht Musiktheoretiker Mattheson, dass man ihrer schon mal "müde und überdrüssig" werden könne. Für viele ist sie einfach nur "die Kalaschnikow unter den Musikinstrumenten": billig und unverwüstlich.
Der Hörschaden, den unschuldige Kinderhände und -münder mit ihr anrichten können, ist immens und nachhaltig. Kurz: Um den Ruf der Blockflöte ist es schlecht bestellt.
Zu ihrer Rehabilitierung braucht es beileibe mehr als nur die sanft gemahnenden Worte, dass dieses Instrument bei richtiger Handhabe durchaus Reize entfalten kann. Dienlicher sind da schon allein die optischen Vorzüge der vier jungen, höchst attraktiven Damen, die sich zum Blockflöten-Quartett Flautando Köln zusammengeschlossen haben.
Mit Pep, Esprit und mitreißender Musikalität überzeugten diese am Sonntagnachmittag im Wurzer Pfarrgarten selbst standhafteste Skeptiker. Bei diesem Konzert stimmte einfach alles: das Programm mit spanischer Musik der Renaissance, deren hoch virtuose Wiedergabe sowie die Präsenz und Kompetenz, mit welcher die gut aufgelegten Interpretinnen über Musik, Land und Leute zu erzählen wussten.
Von Andrea Prölß |
25.08.2009
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Wurz
Dem "Alptraum Blockflöte" den Garaus gemacht
Das Blockflöten-Quartett Flautando Köln begeistert das Wurzer Publikum und rehabilitiert nebenher ein gern gehasstes Instrument
Keine Ikea-Flöten
"Nein, das sind keine Flöten von Ikea", so die Musikerin Kerstin de Witt beim Vorstellen der Sperrholz-Blockflöten aus dem Hause Paetzold. Unförmige, viereckige Holzkästen. Gedackte Holz-Orgelpfeifen für den Hausgebrauch, die an diesem Nachmittag neben der traditionellen Blockflötenfamilie - von Sopranino bis Subbass gereichend - zum Einsatz kamen. Ab und an gesellte sich zum zarten Flötenton die kräftig-klare Vox humana von Ursula Thelen, die herrlich schauspielernd von unglücklicher Liebe, verrückten Freiern und "fröhlichen Schäfern" sang. Doch neben all dem Witz und Charme war es auch und vor allem das spielerische Können, mit dem die vier Damen das entzückte Publikum eroberten. Mühelos, unverkrampft, höchst virtuos. Egal, ob man sich mit frappierender Technik und sichtlichem Vergnügen in atemberaubende Tempi stürzte oder mit Einfühlsamkeit und Klangschönheit langsame Lieder und Schreittänze zelebrierte.
Orientalische Welten
Von Andrea Prölß |
25.08.2009
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Wurz
Dem "Alptraum Blockflöte" den Garaus gemacht
Das Blockflöten-Quartett Flautando Köln begeistert das Wurzer Publikum und rehabilitiert nebenher ein gern gehasstes Instrument
Dabei war immer wieder die klangliche Bandbreite und tonliche Modulationsfähigkeit der Blockflöte beeindruckend, wenn sie nur in die richtigen Hände gerät. Ungeahnte Tonvielfalt, die immer wieder flirrend und gurrend, kehlig schmeichelnd und mystisch "spuckend" auf die maurisch-jüdischen Wurzeln spanischer Musik verwies, in die Welt orientalischer Basare entführte. Traumhafte Bilder.
Dem "Alptraum Blockflöte" machten die vier Damen von Flautando Köln an diesem Nachmittag lässig-salopp den Garaus.
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