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Von Andrea Prölss  |  18.08.2009  | Netzcode: 1960217  |  292 Mal gelesen.
Wurz

In hilfloser Langeweile versunken

Das Pindakaas Saxophon Quartett serviert bei den Wurzer Sommerkonzerten faden Einheitsbrei

"Mit diesen Tönen müssten wir die letzten Wespen aus dem Garten verjagt haben!" Wenn Matthias Schröder geahnt hätte, welche Steilvorlage er damit liefert, denn man kann nicht anders, als "nicht nur die Wespen!" hinterher zu schicken. Im ernst, spätestens bei Benjamins Brittens musikalischer Wespenjagd "Insect Pieces" hatten sich viele Zuhörer zumindest geistig von einem Konzert verabschiedet, das auch im zweiten Teil einfach nicht in die Gänge kam.

Keine gepflegte Langeweile



Natürlich gibt es Schlimmeres, als an einem sommerlichen Sonntagnachmittag im wunderschönen Wurzer Pfarrgarten abzuschalten. Nichts gegen entspanntes Chill-out in gepflegter Langeweile. Wenn's denn eine gepflegte gewesen wäre. Doch was das Pindakaas Saxophon Quartett am Sonntagnachmittag bei den Wurzer Sommerkonzerten bot, war spielerisch wie interpretatorisch weit entfernt vom im Programmheft versprochenen "feinen, noblen Ton". Weit entfernt von kurzweiliger Unterhaltung, die in "fabelhafte Musikwelten" entführen wollte und sich letztendlich in hilfloser Langweile verlor. Das lag beileibe nicht am Programm, das mit Bekanntem aus Klassik, Jazz und Filmmusik aufwartete. Angefangen von Debussys "Golliwogg's Cake Walk" bis zu Themen aus "Raumschiff Orion" und "Star Wars".

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