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Von (rns)  |  12.08.2009  | Netzcode: 1952632  |  334 Mal gelesen.
Weiden

Junge Männer für "die Drecksarbeit"

Dreieinhalb Jahre für 26-jährigen Drogenchauffeur

Weiden. (rns) Seit dem Herbst 2007 fungierte ein 26-Jähriger aus Neustadt/Aisch als Fahrer und Einkäufer für zwei bekannte Dealerinnen. Für seine Chauffeurdienste bekam der zuletzt als Wachmann Tätige jedes Mal zwei bis drei Gramm Methamphetamin als Lohn. Als er im März 2009 mit 1000 Euro losgeschickt worden war, um dafür Stoff aus Tschechien zu holen, erwischte ihn die Polizei in Waldsassen.

Im Auto fanden die Beamten außer den Drogen noch einen Wurfstern und fünf Wurfmesser. Deshalb stand der seitdem in Untersuchungshaft Sitzende am Montag nicht nur wegen Rauschgiftschmuggels und Beihilfe zum Handeltreiben vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Weiden. Er musste sich auch wegen "bewaffneter Einfuhr von Betäubungsmitteln" vor Gericht verantworten.

Voll geständig



Mit einem umfassenden Geständnis punktete der Angeklagte beim Gericht. Vertreten wurde er durch Rechtsanwalt Jörg Meyer (Regensburg). Der betonte, dass die beiden wesentlich älteren Frauen die jungen Männer "angefüttert" hatten, "die Drecksarbeit zu erledigen".

Sein Mandant solle sofort in eine Entzugsklinik eingewiesen werden, forderte der Verteidiger. Außerdem sollten maximal dreieinviertel Jahre Freiheitsstrafe ausgesprochen werden. Vorher hatte der renommierte Gutachter Dr. Georg Lotter (Regensburg) dem Angeklagten Schuldfähigkeit attestiert, obwohl dieser seit dem 17. Lebensjahr drogenabhängig ist. Eine Therapie sei unabdingbar, sagte Dr. Lotter, wolle man nicht, dass sich damit zusammenhängende Straftaten wiederholten.

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