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Wurz
Vom Winde verwehte One-Man-Show im puren Chaos
Musik am Ende reine Nebensache: Blechbläser-Ensemble Brassmania brilliert bei den Wurzer Sommerkonzerten als Comedy-Truppe
"Wir spielen jetzt zu sechst ein siebenstimmiges Stück, das für fünf Stimmen gesetzt ist!" Alles klar? Nein? Auch kein Problem. Kein Problem in einem Konzert, in dem Musik irgendwie keine Rolle spielte. Irgendwie war es auch kein richtiges Konzert. Und irgendwie geriet das Ganze zu einer musikalisch untermalten, chaotisch vom Winde verwehten One-Man-Show, die man - und das ist das Irre an der Sache - so niemals hätte inszenieren können.Doch der Reihe nach. Die nüchternen Fakten zuerst. Rund 200 Besucher kamen am Sonntagnachmittag zum zweiten Wurzer Sommerkonzert. Das fand aufgrund der schlechten Witterung bis zur Pause in der Wurzer Pfarrkirche statt. Angesagt hatte sich das sechsköpfige Blechbläser-Ensemble Brassmania, im Programmheft angekündigt als das "renommierteste Blechbläser-Ensemble im süddeutschen Raum".
Verloren im Stimmgestrüpp
Der Satire erster Teil. Denn niemand war über so viel Vorschusslorbeeren überraschter als das noch junge Ensemble selbst. "Also, es gibt da schon noch ein paar ganz gute Ensembles", so der dezent angedeutete Abwiegelungsversuch zu Beginn. Der Grund dafür folgte stehenden Fußes. Den Mantel des Schweigens über diesen ersten Programmteil.
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