Von Stefan Voit |
22.07.2009
| Netzcode: 1922974 | 415 Mal gelesen.
Auf rockigen Sound-Wellen durchs Labyrinth
Hubert von Goisern und Band begeistern mit "Haut und Haar" 1800 Fans auf der Luisenburg
Wunsiedel. "Wie Sie an die Karten gekommen sind, weiß ich nicht. Auf jeden Fall dürfen Sie sich glücklich schätzen, in den Besitz dieser begehrten Objekte gekommen zu sein", freute sich Intendant Michael Lerchenberg. 1800 Fans waren am Montag auf die Luisenburg gekommen, um Hubert von Goisern live zu hören. 18 000 hatten wegen Tickets angefragt. Wer es geschafft hatte, erlebte ein fast dreistündiges Konzert der Extraklasse.
Ganze Welt bereist
Hubert von Goisern ist nie den einfachen Weg gegangen, ist nie stehen geblieben, sondern hat sich immer weiterentwickelt. Das hört man in seinen Texten, besonders in seiner Musik. Längst hat er sich von der (verrockten) Volksmusik, die ihn einst bekannt gemacht gelöst, hat die ganze Welt bereist, Eindrücke und Stimmungen gesammelt, Menschen kennengelernt und mit ihnen musiziert. Musik ist die einzige Sprache, die auf der ganzen Welt gesprochen und verstanden wird.
Hubert von Goisern ist ein Sound-Sammler, der viel in sich hört und einsaugt und dann musikalisch umsetzt. So war sein Konzert vor den wuchtigen Granitfelsen, vor denen er sich sichtlich wohl fühlte, ein Ergebnis seiner letzten großen Reise, die ihn 2007 mit der "Linz Europa Tour" zwei Jahre lang auf einem Schiff zunächst auf der Donau, dann durch viele Länder Europas führte.
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Auf rockigen Sound-Wellen durchs Labyrinth
Hubert von Goisern und Band begeistern mit "Haut und Haar" 1800 Fans auf der Luisenburg
Es war seine Vision, Menschen unterschiedlichster Kulturkreise und Generationen mit Musik zu verbinden. "Showtime" hieß dann auch der Auftakt zu einer fast dreistündigen Musikreise, die spannender nicht hätte sein können. Rockig ist er geworden, fett im Sound, fetzig in den Gitarren, groovend in der Trompete, gefühlvoll wie immer im Gesang. Das alles ist auch ein Verdienst seiner hervorragenden Band, der vielleicht stärksten die er bislang hatte: Severin Trogbacher (Gitarre), Helmut Schartlmüller (Bass), Alexander Pohn (Schlagzeug) und David Lackner (Keyboard) legen eine ungemeine Spielfreude an den Tag, holen das Letzte aus ihren Instrumenten heraus und geben von Goisern ein unbeschreibliches Gefühl der Freude und Sicherheit. Ergänzt von den wunderbaren Sängerinnen Marlene Schuen, Elisabeth Schuen und Maria Moling, die die Band zusätzlich mit Geigen und Perkussion verstärken.
Kleine Geschichten
Alte und neue Lieder wie "Regen", "Herschaun", "Die Liab", "Neuer Tag", "Die Straß'n", "Schönberger", "Leben" oder "Mercedes Benz" werden ausgespielt, ja fast zelebriert. Das Publikum geht mit, fühlt mit, singt mit. Dazwischen kleine Geschichten über Begegnungen mit Menschen, Gedanken zur Welt. Von Goisern kommt den Publikum sehr nahe, eine Intimität und Ehrlichkeit baut sich auf, die viel Raum lässt.
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Auf rockigen Sound-Wellen durchs Labyrinth
Hubert von Goisern und Band begeistern mit "Haut und Haar" 1800 Fans auf der Luisenburg
Vier Zugaben gibt es, die Leute hält es nicht mehr auf ihren Plätzen, feiern den Musiker. Mit "Heast as nit" verabschiedet sich Hubert von Goisern. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Man hätte ihm noch stundenlang zuhören können!
Wer einen kleinen Live-Eindruck von Hubert von Goisern bekommen will, dem sei die aktuelle CD "Haut und Haar" (Lawine) empfohlen, die auf der Schiffstour 2008 aufgenommen wurde.
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