Der in Weiden geborene Autor Horst Eckert (50) veröffentlicht seinen ersten Thriller - Terror als Thema
Horst Eckert wurde am 7. Mai 1959 in Weiden geboren, aufgewachsen ist er in Pressath (Kreis Neustadt/WN). Er studierte in Erlangen und Berlin, machte seinen Abschluss als Diplom-Politologe. Dann hielt er sich mit Jobs als Bierschlepper und Fahrstuhlführer über Wasser, später war er Fernsehreporter. Bild: Verlag
"Sprengkraft" ist Horst Eckerts elfter Roman und nach "Königsallee" der zweite, der im Grafit Verlag in gebundener Form erscheint. "Das ist schon ein kleiner Ritterschlag", merkt der preisgekrönte und in drei Fremdsprachen übersetzte Oberpfälzer Autor dazu an.
Der in Weiden geborene Exil-Pressather mit Wahlheimat am Rhein stellt seinen ersten Thriller, bei dem es um die Terrorbedrohung durch islamistische Fundamentalisten geht, bei zwei Lesungen in der Region vor. Am 8. Juli (20 Uhr) liest er in der historischen "Vestn" in Pressath (Alte Schulgasse 31), Karten gibt es unter Telefon 09644/8000. Am 10. Juli (20 Uhr) ist Eckert in der Sulzbach-Rosenberger Buchhandlung Volkert (Neustadt 6) zu Gast, Karten unter Telefon 09661/812373. Die Kulturredaktion stelle Eckert einige Fragen.
Ihr neuer Polizeiroman ist welt- und gesellschaftspolitisch wieder ganz eng am Puls der Zeit, er spielt wieder in Düsseldorf. Lesen Sie jeden Morgen fünf Zeitungen und schauen Sie rund um die Uhr alle Nachrichtensendungen?
Horst Eckert: Nein, so intensiv ist das nicht. Aber natürlich befasst man sich intensiv mit aktuellen Themen, und durch meine guten Kontakte wie etwa zum Landeskriminalamt und den Sozialarbeitern, die sich in der Marokkaner-Szene in Oberbilk auskennen, besitze ich Informationen aus erster Hand.
Ihre Kenntnisse des Islams sind fundiert. Sie versuchen die Entwicklung des jungen Deutsch-Marokkaners Rafi zu erklären, der eine Bombe bastelt um so schnell wie möglich zu den Huris ins Paradies zu kommen.
Eckert: Ja, dieser Rafi hat in der deutschen Gesellschaft nicht richtig Fuß fassen können, und findet auch in seiner Familie, beim Vater, keinen Halt. Der Täter ist eigentlich auch ein Opfer ...
Neben der Problematik der Terrorgefahr erfreut der Kriminalroman durch Einblicke in die deutsche Medien- und Parteienlandschaft, die Sie gekonnt parodieren, aber auch durch viel alte Bekannte vom Düsseldorfer Kommissariat, die man aus ihren vorhergehenden Krimis kennt.
Der in Weiden geborene Autor Horst Eckert (50) veröffentlicht seinen ersten Thriller - Terror als Thema
Eckert: Ja, diesmal trifft der Leser etwa Anna Winkler und Ben Engel sowie die Figur des Martin Zander, eines Polizisten aus der "Zwillingsfalle" von 2002. Die Personen entwickeln sich im Lauf der Jahre, machen Karrieren, erleiden Schicksalsschläge. Auch ändere ich den Blickwinkel auf die Personen.
"Sprengkraft" ist ja bei Radioropa auch als Hörbuch mit Ihnen als Vorleser erhältlich. Es ist der vierte Krimi, den Sie selbst vortragen.
Eckert: Ja, es war der Wunsch des Verlags, dass ich selbst die Hörbücher lese. Ich besitze keine Sprechausbildung, habe aber als Fernsehjournalist über fünfzehn Jahre meine bis zu halbstündigen Reportagen alle selbst gesprochen und die Kunst des Sprechens quasi nach der Methode "learning by doing" erlernt.
Sagen Sie, haben Sie schon mit dem elften Buch begonnen?
Eckert: Ja, eine Idee habe ich schon, aber über ungelegte Eier soll man nicht sprechen.
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