Weiden
Kaminkehrer vom Glück verlassen
Landesverbandstag befürchtet massive Einbußen - Söder sagt Unterstützung zu
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| Umringt von Kaminkehrern bei dem Landesverbandstag in Weiden (von links): Landesinnungsmeister Klaus Dank, Gesundheitsminister Markus Söder und Obermeister Peter Wilhelm. Bild: Huber |
Nicht kostengünstiger
Landesinnungsmeister Klaus Dank machte am Mittwoch beim Festakt der dreitägigen Veranstaltung deutlich, dass sich seiner Meinung nach die bisherige Regelung bestens bewährt habe. Die Öffnung des Marktes werde dagegen nicht kostengünstiger für die Bürger. Dank: "Das Ziel wird klar verfehlt. Es wird ein ungeheuerer Bürokratieaufwand notwendig." Hausbesitzer bekommen nämlich alle drei Jahre einen Feuerstättenbescheid ins Haus, um den sie sich selbst kümmern müssen. Mehr Aufwand und höhere Kosten für den Verbraucher, weniger Einnahmen für die Kaminkehrer - der Verband sieht also nur Verlierer.
Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) versprach Unterstützung: "Wir wollen dem Kaminkehrerhandwerk helfen, wir brauchen keine überzogene Bürokratie." Notwendig sei eine kompetente Energieberatung. Und diese sei am besten durch vertraute Handwerker möglich. Es gebe keine Zweifel an der Neutralität der Kaminkehrer, meinte der Minister unter dem Applaus der rund 400 Gäste: "Sie haben ihr Berufsbild selbst verändert, das verdient Anerkennung."
Der 42-jährige Franke wünschte in Zeiten der globalen Finanzkrise ohnehin mehr Aufmerksamkeit für kleinere Betriebe. Söders Selbstkritik: "Hätten wir mehr Handwerker in der Politik, ginge es Deutschland besser." Kaminkehrer sei ein traditionelles Handwerk, dessen Aufgabenbereich sich im Laufe der Zeit gewandelt habe: "Sie sind der zentrale Partner für den Klimaschutz."
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