Weiden
Polizei: Zur Zufriedenheit verlaufen
Über 700 Beamte bei Aufmarsch von 350 Neonazis im Einsatz - 21 Festnahmen
Weiden. (vok) Nach nur zweieinhalb Stunden (geplant waren vier) hat sich der Aufmarsch des rechtsradikalen „Freien Netzes Süd“ am Freitag vorzeitig aufgelöst. Bei ihrem Zug vom Bahnhof zum Stockerhutgebiet und über die Seltmann-Straße zurück mussten sich die 350 Teilnehmer laute Proteste vieler Weidener Bürger anhören.
Zu größeren gewalttätigen Auseinandersetzungen kam es jedoch nicht. Das lag zum einen an der Route abseits der Innenstadt und auch an der starken polizeilichen Präsenz. Über 700 Kräfte waren unter Leitung von Polizei-Direktor Josef Wittmann im Einsatz. Sie hatten schon im Vorfeld am Bahnhof und in der Innenstadt Personen durchsucht.Insgesamt kam es laut Polizeisprecher Werner Stopfer zu 21 Festnahmen, überwiegend aus dem linken Spektrum. Darunter waren ein Stein- und ein Flaschenwerfer, deutlich weniger als noch am 7. Februar. Nach Angaben der Polizei wurde ein Beamter an der Nase verletzt. Zudem war von einem verletzten Protestierer die Rede. Sandro Hammer, Vorsitzender der Partei „Die Linke“ kritisierte in einer Pressemitteilung, dass ein Sitzblockierer krankenhausreif geschlagen worden sei.
Stopfer sagte, dass aus polizeilicher Sicht der Einsatz zur Zufriedenheit verlaufen sei. Er dankte such der Bahnpolizei für die Unterstützung.
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