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Regensburg/Wackersdorf
Im Mahlstrom des kollektiven Widerstands
Regensburger Schriftstellerin Angela Kreuz veröffentlicht ihren Roman "Waahnsinnszeiten"
Für diesen Abend hatte sie sich extra "verkleidet", gestand die Regensburger Schriftstellerin Angela Kreuz schmunzelnd. Das Outfit der 40-Jährigen wurde dominiert von einer alten Jeans-Jacke ("die habe ich schon 20 Jahre"), dazu einen früher in der linken Szene obligatorischen "Stoppt Strauß"-Sticker und das damals unvermeidliche Palästinenser-Tuch, locker um den Hals getragen.Solchermaßen waren die Besucher der Gäste im Turmtheater in Regensburg schon einmal optisch eingestimmt auf den folgenden Text, den Passagen aus Angela Kreuz' Roman "Waahnsinnszeiten". Dieser Titel ist kein Schreibfehler und bezieht sich auf die vor Jahren in der Region omnipräsenten drei Buchstaben "WAA", die meist in der Kombination "WAA nein" auf Hauswänden, Brückenpfeilern und Autoaufklebern Stimmung machen sollten gegen das Großprojekt der atomaren Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.
Wahnsinnige Jahre
Tausende, nein Hunderttausende lehnten sich in den achtziger Jahren gegen dieses Vorhaben von Politik und Industrie auf. Es waren, vor allem in der Oberpfalz, wilde, ja wahnsinnige Jahre, "Waahnsinnszeiten" eben, die das soziale und politische Gefüge der Region durchschüttelten. Angela Kreuz hat diese Zeit zur Folie genommen, auf der sie die Schicksale einer Handvoll junger Menschen darstellt, die sich im Widerstand gegen die WAA treffen und politisieren - so wie es damals vielen gegangen ist.
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