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Regensburg
Keine Chance für die üblichen Klischees
Star-Violinist David Garrett und das Bergen Philharmonic Orchestra im Audimax Regensburg
Das Hemd bis zum Bauchnabel aufgeknöpft, die langen, blonden Haare trägt er offen, und in der rechten Hand hält er lässig Geige und Bogen. So wird David Garrett nicht selten in den Programmheften angepriesen und damit auch etwas zum Enfant terrible der Klassik hochstilisiert. Dass er diesem Klischee kaum entspricht, bewies auch sein Auftritt mit dem Bergen Philharmonic Orchestra im Rahmen der Regensburger "Odeon-Concerte".Im schwarzen Anzug, die langen Haare streng zum Pferdeschwanz gebunden, spielte er das Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll von Max Bruch. Dass er dabei keinerlei Starallüren an den Tag legte und bescheiden wirkte, paarte sich auch an diesem Abend mit seiner großen musikalischen Persönlichkeit, die nun wiederum zu Recht als eigenständig, kreativ und nicht alltäglich bezeichnet wird.
Große Klasse
Die große Klasse Garretts zeigte sich bereits in den ersten Klängen von Bruchs Komposition. Mit einem gut dosierten Vibrato prägte der Violinist einen fesselnd geschmeidigen Ton, mit dem er die kadenzartigen Thema-Umspielungen zu Beginn des ersten Satzes in Szene setzte. Vorbildlich exakt und zudem geschmeidig gelangen ihm auch die schwer zu nehmenden Doppelgriff-Folgen. Wunderschön innig zelebrierte Garrett dann geradezu die kantable Melodie des Adagios.
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