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Weiden
Zappenduster für Nacht-Bus
Angebot nicht finanzierbar - OB Seggewiß tritt mit CSU auf die Bremse
Weiden. (wd) So richtig ins Zeug legte sich Brigitte Schwarz für den Einsatz von Abend-/Nachtbussen im Stadtgebiet - und damit für einen Antrag der Bürgerliste, die sich eigentlich nur eine kostengünstige Verlängerung des ÖPNV-Angebotes in den Abend hinein gewünscht hatte. OB Kurt Seggewiß (SPD), Hans Blum und Alois Lukas (beide CSU) wiederum mussten kräftig auf die Bremse treten.
Schwarz begeisterte sich im Hauptverwaltungs- und Umweltausschuss für die Anruf-Sammeltaxis in Straubing, die - bei den Stadtwerken angesiedelt - der Stadt aber jährlich ein Defizit von 65 000 Euro bescheren. Dieses nächtliche Angebot sei wichtig, um Jugendlichen und Senioren die Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen, betonte Schwarz.Hier musste Seggewiß widersprechen. "Hier wird einiges vermischt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Senioren noch nachts um drei Uhr oder 4 Uhr in die Disco fahren wollten." Und ein Angebot für Jugendliche für diese Zeit sei zumindest fragwürdig. "Jeder Polizist wird da ganz blass. Ich glaube, das ist sogar verboten. Wo bliebe denn der Jugendschutz?" Die Stadt sei nicht gegen ein abendliches ÖPNV-Angebot. "Aber bitte sagen Sie mir, wie wir es finanzieren, dann tun wir das."
Fast überall durchgefallen
Beistand erhielt der Oberbürgermeister von der CSU. Alois Lukas verwies darauf, dass die "Disco-Busse" inzwischen fast überall "durchgefallen" oder mit hohem Defizit unterwegs seien. Viele Fragen blieben ungeklärt. "Welche Zeit nehmen wir? Was lassen wir anfahren? Recht machen wird man es nicht allen können. Und billiger als mit dem Taxi bekommen es dann die Jugendlichen auch nicht."
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