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Nachdenkliche und beeindruckende Totenstille
Der Kunstverein Weiden zeigt noch bis zum 13. April zwei fotografische Essays von Dirk Reinartz
Weiden. Wir Deutschen tun uns immer noch schwer mit unserer "braunen Vergangenheit" und haben oft Scheu, uns damit auseinanderzusetzen. Der Fotograf Dirk Reinartz (1947-2004) versuchte sich dieser Problematik zustellen und veröffentlichte 1994 die Dokumentation "totenstill". Entstanden ist ein bedrückendes, beklemmendes, aber auch ein zwingendes Essay zum Thema Holocaust: Über einen Zeitraum von acht Jahren fotografierte er in 26 ehemaligen Konzentrationslagern.Bedeutender Künstler
Wieder einmal ist es dem Kunstverein, der "totenstill" bis 13. April in seinen Galerieräumen zeigt, gelungen, einen großen Künstler nach Weiden zu bringen, wie die Vorsitzende Silke Winkler in ihrer Begrüßung hervorhob. Verstärkt wird dieses Ereignis noch durch Fotografien, die das Arbeiten von Richard Serra zeigen, einen der bedeutendsten US-amerikanischen Bildhauer.
Beide Künstler lernten sich 1983 kennen und schätzen und arbeiteten bis zu Reinartz' Tod intensiv miteinander. Die faszinierenden Schwarz-Weiß-Bilder wurden zur Grundlage von mehreren Skulpturenbüchern von Serra. Reinartz hat viele Arbeiten Serras fotografisch festgehalten. Installationen aus Frankreich, Island, Neapel oder der Heinrichshütte in Hattingen sind ebenfalls ausgestellt.
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