Von (wd) |
21.02.2009
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Weiden
"Überall Dosen, Kippen und Unrat"
Chaos in der Ullersrichter Dorfstraße - Paketdienst-Subunternehmer belästigt Anwohner
Weiden. (wd) Vier Familien in Ullersricht verzweifeln. Sie fühlen sich von den Auftragnehmern eines privaten Paketdienstes regelrecht terrorisiert. 43 Autos haben sie gezählt, die teilweise gleichzeitig vorfahren, die Dorf-, Roschauer- und Rothenstädter Straße zuparken und blockieren. Noch dramatischer ist die Situation für die Mieter des Hofes, auf dessen Areal die Lagerhalle steht, die der Paketdienst als Umschlagsplatz nutzt.
Tanja und Thomas Schöner bewohnen das Anwesen Dorfstraße 1. Sie waren glücklich, als sie mit den vier kleinen Kindern aus Frankfurt nach Weiden zurückkehren konnten. Die Wohnung im alten Bauernhaus ist riesig. Die Halle am anderen Ende des Hofes störte nicht. Sie war an einen Getränkehandel vermietet. Ein Lastzug kam zweimal in der Woche. Nach einer halben Stunde war wieder Ruhe.
Nur zwei Fahrzeuge
Und die ist vorbei, seit der Weidener Händler in Insolvenz geht. Im Oktober vermietet ein Getränkehersteller aus dem Stiftland die Halle an eine Gesellschaft für Vertrieb und Dienstleistungen mbH. Diese, ebenfalls mit einem griechischen Gott im Firmennamen vorneweg, fährt für den Paketdienst.
Der Geschäftsführer behauptet, nur zwei Fahrzeuge würden die Lagerhalle ansteuern: Die Anwohner zählen in den Spitzenzeiten aber bis zu 43 Autos, meist Kleintransporter. Viele Fahrzeuge sind betagt, in desolatem Zustand, brummen mit lautem Auspuff - im Hof und auch in der Halle. Hinzu kommen weitere Belästigungen: Türenschlagen, Gelächter, Streit, bellende Hunde.
Von (wd) |
21.02.2009
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Weiden
"Überall Dosen, Kippen und Unrat"
Chaos in der Ullersrichter Dorfstraße - Paketdienst-Subunternehmer belästigt Anwohner
Spuren im Schnee
Wenn es die "Dienstleister" mal gar zu bunt treiben, holen die Anwohner die Polizei. Der "Ladevorgang" musste schon mehrmals abgebrochen werden. Die Stadt drohte mit Strafe, bot auch ein Ausweichareal. Doch der Wunsiedler Unternehmer, der gern im Sportwagen vorfährt und nachts laut seine Kommandos gibt, ist nicht zu einem Umzug zu bewegen. Dabei pflegt Josef S. eine deutliche Sprache. So forderte er etwa, dass ein WC im Erdgeschoss des Bauernhauses aufgesperrt werde. Wenn das nicht sofort passiere, würden seine Leute ihre Notdurft "eben vor der Haustüre" erledigen. Eindeutig sind derzeit die "Spuren im Schnee".
"Der Hof verdreckt, überall Dosen, Kippen und anderer Unrat", schimpft Tanja Schöner. Auch Verkehrszeichen werden an- und umgefahren. Mit Pflanzkübeln versucht sie, die Autos der "hirnlos parkenden Paketfahrer" auf Distanz zu halten. Einziger Effekt: Es gibt fast täglich Scherben, weil bis an die Mauer gefahren wird.
Endlich wieder Ruhe
"Mein Mann arbeitet im Rettungsdienst. Er kommt da nicht schnell genug raus." Besonders ärgern sich die Schöners, dass bei der Ladeaktion am Montag ihr Auto angefahren wurde und sich der Schadensverursacher aus dem Staub machte.
"Wir wollen nur, dass endlich wieder Frieden einkehrt", unterstreicht Tanja Schöner, die dabei auch im Namen der Nachbarn spricht.
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