Weiden
Linke Touren
Polizei: "Diese Gruppe setzte uns am meisten zu"
Für die rund 400 Polizisten steht nach dem Aufmarsch der Rechten in Weiden fest: Einfache Einsätze sehen anders aus. Zum Beispiel derart, dass rechte und linke Szene optisch besser auseinander zu dividieren sind. 250 Linke reisten laut Polizeiangaben am Samstag an und mischten sich unter die 1000 friedlichen Gegendemonstranten, die immer wieder "Nazis raus" skandierten. "Diese linke Gruppe setzte uns am meisten zu", sagt Polizeisprecher Werner Stopfer.Inwiefern? Zum Beispiel derart, dass ein 28-jähriger Regensburger der linken Szene zwei Polizisten eine Batterie gegen den Kopf geworfen haben soll, wodurch einer eine Platzwunde erlitt und das Bewusstsein verlor. Hier bittet die Polizei um Hinweise unter 0961/401-0 zu dem 28-jährigen Mann, der eine zerrissene Hose mit schwarz-grünen Längsstreifen sowie einen schwarzen Pullover, eine schwarze Lederjacke mit der Rückenaufschrift "ARTLESS" mit Totenkopf und dunkelblaue Stiefel trug. Er wird verdächtigt, weitere Menschen verletzt haben.
Einen anderen Polizisten traf ein Granitstein am Kopf, einen weiteren eine Flasche ins Gesicht. Insgesamt wurden nach neuesten Meldungen sechs Polizisten und vier Versammlungsteilnehmer verletzt. Es gab 26 Festnahmen, 24 davon aus der linken Szene vor allem wegen des Werfens mit Eiern, Steinen und mit Wasser gefüllten Luftballons. "Die Masse der Linken kam aus dem örtlichen Bereich", sagt Stopfer. "Ich bin enttäuscht", sagt OB Kurt Seggewiß zu den gewalttätigen Zwischenfällen.
Ebenfalls bezeichnend: Viele Autos, auch ein Polizeiwagen, wurden verkratzt oder durch Steine beschädigt. Die Polizei stellte zahlreiche Eier sowie ein Einhandmesser sicher und weitete ihren Einsatz zeitweise bis nach Weiherhammer aus. Hier lauerten nach dem Protest am Bahnhof erneut Linke den Rechten auf. Die Polizei schlichtete. Derweil gab es beim "Fest der Demokratie" keinerlei Zwischenfälle.
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