Von Stefan Voit |
21.01.2009
| Netzcode: 1681854 | 696 Mal gelesen.
Weiden
Handschriften verfeinern und Widersprüche aushalten
"Pavillon Fünfzehn": Ausstellung Klasse Professor Thomas Hartmann im Kunstverein Weiden
Der Kunstverein Weiden startet für das neue Jahr durch. Und, wie Vorsitzende Silke Winkler es formulierte, man will es kräftig krachen lassen. So luden die Verantwortlichen sich zwar nicht die "15 Mann auf des toten Manns Kiste" ein, sondern streckten ihre Fühler in die Metropolregion Nürnberg aus und holten sich bis 15. Februar "Pavillon Fünfzehn" in die Galerieräume.
Dabei handelt es sich nicht um eine Präsentation von Gartenüberdachungen, sondern um die Klasse von Professor Thomas Hartmann für Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Somit überschreitet der Kunstverein wieder einmal nicht nur geografische, sondern auch ideelle Grenzen und rückt die Fachhochschulstadt Weiden in den künstlerischen Mittelpunkt der Region.
Diesen Stellenwert hob auch bei der Vernissage am Freitag Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß hervor, der sich nicht nur zur Kunst in der Max-Reger-Stadt bekannte, sondern auch dem Kunstverein für sein Engagement auf "hohem Niveau" besonders dankte.
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Weiden
Handschriften verfeinern und Widersprüche aushalten
"Pavillon Fünfzehn": Ausstellung Klasse Professor Thomas Hartmann im Kunstverein Weiden
Michael Munding, Professor an der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg, ging in seiner Einführung auf die Bedeutung der Bildenden Kunst als Ausdrucksform ein. Zwar sieht er das Reden über die Kunst als ein höchst problematisches Unterfangen - er schlägt dabei den Bogen von Hegel über Goethe bis Gadamer -, fordert aber Spaß und Lust am Kunst-Lernen in der Auseinandersetzung mit dem Fremden.
Diese, durchaus kontroverse, Auseinandersetzung ist auch in den Arbeiten von "Pavillon Fünfzehn" zu spüren. Donata Benker, Christiane Bergelt, Birke Bonfert, Tobias Buckel, Fatma Güdü, Maximilian Geyer, Stephan Haimerl, Ludwig Hanisch, Matthias Höppel, Michael Hottner, Kai Klahre, Philipp Kummer, Jasmin Schmidt, Thorsten Schröger und Michael Seidner zeigen in der Ausstellung ihre ganz persönliche Identifizierung und Entwicklung.
Die Idee der Studenten ist es, in einer Ausstellungsreihe in vier Kultureinrichtungen in Deutschland ihren Standpunkt zu verdeutlichen. In ihren Arbeiten in Acryl, Öl, Tusche, Guachen und Zeichnungen geben sie ihre An- und Einsichten preis und bereiten sich so auf eine spätere freischaffende Tätigkeit als Künstler vor.
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Weiden
Handschriften verfeinern und Widersprüche aushalten
"Pavillon Fünfzehn": Ausstellung Klasse Professor Thomas Hartmann im Kunstverein Weiden
Der Kunstverein gibt jungen Nachwuchskünstlern damit - wieder einmal - die Chance, erste Werke öffentlich zu zeigen und vertieft die Nachwuchsförderung im Allgemeinen und mit der Nürnberger Akademie im Speziellen.
Wolfgang Herzer vom Kunstverein sieht die Ausstellung als ein "Kleinod" und Weiden als kreatives Zentrum. Den jungen Menschen wird damit die Möglichkeit gegeben, eigene Handschriften zu verfeinern und Widersprüche auszuhalten: "Pavillon Fünfzehn ist ein Lehr- und Lernziel für das Ausstellungswesen. Ironie, Witz und Klugheit sind nötig, um dem Künstlerleben standzuhalten. Die Ausstellung in Weiden ist nicht nur eine Station einer Reisegeschichte, sondern eine Gelegenheit, die Zukunft anzupacken."
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