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Von (rg)  |  16.01.2009  | Netzcode: 1675608  |  618 Mal gelesen.
Weiden

Autohändler fühlen sich überrollt

"Abwrackprämie" in Kraft - doch keiner weiß, wie's läuft - Derzeit "Verhinderungsprogramm"

Weiden. (rg) Das ging flott. Zu flott. Regelrecht überrollt fühlen sich die Autohändler. "Wir hätten gerade zwei Unfallautos hier, die älter als neun Jahre wären", erzählt Barbara Friedrich. Die Karossen wären reif für die endgültige Verschrottung - und damit heiße Kandidaten für die "Abwrackprämie", die schon seit Mittwoch beansprucht werden kann. Problem dabei: "Wir wissen überhaupt nicht, wie es läuft. Wer zahlt die Prämie aus?"

Sogar einen dicken Hals hat Stefan Brandl, Geschäftsführer der Kfz-Innung Oberpfalz. Ständig, so erzählt er, riefen ratlose Mitglieder an und reichten die ersten Kundenanfragen an die Innung weiter: Woher bekommen wir den Bonus von 2500 Euro, wenn wir uns jetzt ein neues Auto zulegen? Wer muss uns was bescheinigen? Doch selbst die Experten wissen keine Antwort. "Möglicherweise gehen uns diese Kunden jetzt verloren, weil wir sie weiterschicken müssen", ärgert sich Brandl. Konjunkturprogramm? Die gut gemeinte Prämie gleiche "im Moment eher einem Verhinderungsprogramm".

Bekannt sind nur die Eckpunkte: Wer ein Privatauto, das neun Jahre oder älter ist, verschrottet und sich einen umweltfreundlichen Neu- oder Jahreswagen zulegt, darf sich bis Jahresende über den Zuschuss freuen. "Sicher reizvoll für Leute, die sowieso einen Neukauf im Visier haben", meint Kfz-Innungsobmann Barbara Friedrich. "Ob das aber die typischen Neuwagen-Kunden sind ...?" Und: Beim Preis eines kleineren, günstigeren Pkw schlage sich der Bonus prozentual natürlich stärker nieder als etwa bei einem Mercedes der C-Klasse oder einem Audi A 4.

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