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Wurz
Schwelgerei und Schwergewichtiges
Wurzer Sommerkonzerte: Das Iturriaga Quartett mit Werken von Mozart, Dvorák und Brahms
Das Beste zum Schluss. Nicht oft, aber doch immer wieder gerät die Zugabe zum eigentlichen Konzerthöhepunkt. Natürlich kennt man die Musik von Astor Piazzolla, natürlich weiß man um deren Wirkung und natürlich haben viele Musiker diese als Zugabe im Repertoire. In solcher Perfektion und mitreißender Leidenschaft, wie sie am Sonntagnachmittag im Wurzer Pfarrgarten erklang, hört man sie selten.Und, Hand aufs Herz, manch einer hätte davon gerne mehr gehört. Damit seien keineswegs Schönheit und Anspruch der Streichquartette von Mozart (B-Dur, KV 589) und Brahms (a-Moll, op. 51/2) sowie Dvoráks selten zu hörendes Terzett (op. 74) angezweifelt. Auch nicht die interpretatorische Leistung des Iturriaga-Quartetts, das zum wiederholten Male bei den Sommerkonzerten gastierte.
Zwei Musiker fehlten
Ein noch junges, deutsch-spanisches Streich-Ensemble auf Erfolgskurs, mit vielen Preisen, Auszeichnungen und dem großen Lob der Fachpresse bedacht, das zurzeit jedoch nicht in der Originalbesetzung zu hören ist. Seit März dieses Jahres werden die Ensemblemitglieder Iokine Iturriagagoitia (2. Violine) und Rebekka Riedel (Violoncello), die sich eine Elternauszeit genommen haben, durch Rodrigo Bauzá und Dorothea Vit vertreten. Und während Rodrigo Bauzá (2. Violine) sich ohne größere Probleme in das Ensemblespiel einzufügen vermag - wunderschön das Zusammenspiel bei Dvoráks Terzett, einer ätherisch basslosen, romantischen Schwelgerei dreier hoher Streicherstimmen - verlief das Zusammenspiel zwischen Cellistin Dorothea Vit und den restlichen Ensemblemitgliedern nicht immer störungsfrei.
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