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Von Anastasia Poscharsky-Ziegler  |  20.08.2008  | Netzcode: 1506223  |  438 Mal gelesen.
Püchersreuth/Wurz

Tiefe Einblicke in die Sanftheit der Seele

Die Moskauer Musiker Evgeny Tonkha (Cello) und Mikhail Mordvinov (Klavier) bieten große Kunst in Wurz

Am Sonntag wurden einmal wieder die (wetterabhängigen) Träume der Wurzer Sommerkonzertfreunde wahr: Nachmittags konnten sie bei Sonnenschein mitten im Grün eines blühenden Gartens sitzen und klassische Musik auf hohem Niveau an der frischen Luft genießen. Kein Regenwölkchen, kein Traktorgebrumm störten den Frieden, den die zwei jungen russischen Meister Evgeny Tonkha und Mikhail Mordvinov mit Cello-Klaviersonaten herbeizauberten.

Den momentan gestörten Ost-West-Dialog ließen sie spielend durch kreative Schönheit und musische Intelligenz vergessen - wenigstens kurz. Beinahe alle der etwa einhundert Gäste saßen im Garten - aber einige wenige bevorzugten auch den Marstall, in dessen großer Flügeltüre der weit geöffnete Steinway-Flügel an der Schwelle stand.

Zwei Gnessin-Absolventen



Cellist Tonkha agierte fast in Tuchfühlung mit Pianist Mordvinov direkt außerhalb vor der Tür. Dieser Einfall löste das Transportproblem des Flügels und ermöglichte überhaupt das Konzert im Grünen. Beide Musiker sind Absolventen der Moskauer Elite-Akademie Gnessin, die seit ihrer Gründung 1895 immer wieder große Künstler hervorbringt: Dort stieg Mikhail Mordvinov bereits zum Dozenten auf. Evgeny Tonkha kann sich rühmen, momentan Akademist der Berliner Philharmoniker zu sein, wo er von der Veranstalterin Dr. Rita Kielhorn auch entdeckt wurde.

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