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Tiefsinnige Narreteien
Kroatisches Barock-Ensemble eröffnet 21. Wurzer Sommerkonzerte mit "La Follia" - 300 Besucher im Pfarrhof
Wurz. Unvollkommen, merkwürdig - kurz: ein Abfallprodukt. Nicht gerade schmeichelhaft für eine Musikepoche, nach "unregelmäßig geformten" Perlen benannt zu werden. Und vor allem keineswegs zutreffend. Denn das "Croatian Baroque Ensemble" ließ zum Auftakt der 21. Wurzer Sommerkonzerte die durch die Herkunft ihres Namens geschmähte Barock-Musik in einem makellosen Glanz erscheinen.Gerade die damals kritisierte Dualität der Kompositionen aus lärmender Lustbarkeit und in sich zurückgezogenem Sinnieren über den Sinn des Lebens und den Tod macht ihren besonderen Reiz aus, dem sich auch die knapp 300 Besucher im historischen Pfarrhof nicht entziehen können. Den fünf kroatischen Musikern gelingt es spielerisch, mit ihrem Programm "La Follia" diesen hör- und spürbaren Widerspruch auf ihren Original-Instrumenten gefällig zu vereinen - wie beim titelgebenden Stück von Arcangelo Corelli. Im Dialog mit dem spritzigen, lebensfrohen Spiel des starken Cellisten Kresimir Lazar gibt sich in "La Follia" die Violine Laura Vadjons in getragener Melodieführung eher nachdenklich, während Kresimir Has am Cembalo mit den stiltypisch reich verzierten Begleitpassagen beides in Balance hält.
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