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Weiden
Gesundheitswesen erstickt: "Deckel" muss weg
Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz AG protestieren für acht Prozent Lohnerhöhung und gesetzliche Änderungen
Die Krankenhäuser brauchen mehr Luft zum Atmen. Sie drohen finanziell zu ersticken. Darum muss der "Deckel" weg, der die Budgeterhöhung auf jährlich 0,64 Prozent begrenzt. Mehr Geld wollen aber auch die Mitarbeiter, die 2004 zum letzten Mal eine kleine Lohnerhöhung bekamen. Acht Prozent wollen sie jetzt. Auch darum versammelten sich am Donnerstag annähernd 100 Beschäftigte der Kliniken Nordoberpfalz AG vor dem Klinikum-Haupteingang in Weiden. Die Mitglieder der Gewerkschaften ver.di und Komba standen Seite an Seite.Die Arbeitsleistung der Klinik-Beschäftigten, die große körperliche und seelische Belastung mit sich bringe, werde über Gebühr beansprucht und müsse endlich wieder entsprechend belohnt werden, forderte Rainer Oelschlegel, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende. "Wir müssen unsere Familien ernähren, Mehrwertsteuererhöhung und Mehrkosten tragen." Zur Stabilisierung der Kliniken AG hätten sie durch Lohnverzicht 4,35 Millionen Euro beigetragen. "Es reicht. Wir müssen Flagge zeigen." Im internationalen Vergleich seien die deutschen "Fallkosten" für die Patienten am niedrigsten. "Hier zahlen sie den geringsten Lohn."
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