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Von Susanne Wolke  |  21.11.2007  | Netzcode: 1177833  |  861 Mal gelesen.

Sanfte und typisch weibliche Kunst

Die Regensburger Galerien Ludwig Hammer und Dr. Erdel Verlag zeigen Bilder von Hélène de Beuvoir

Anschreiben gegen den nahen Tod: Der Schriftsteller Wolfgang Borchert schuf in der kurzen Zeit, die ihm blieb, ein faszinierendes Werk.  Bild: dpa
Anschreiben gegen den nahen Tod: Der Schriftsteller Wolfgang Borchert schuf in der kurzen Zeit, die ihm blieb, ein faszinierendes Werk. Bild: dpa
Regensburg. Simone de Beauvoir war nicht mit allem zufrieden, was ihre kleine Schwester so tat. Manche Eigenschaften, die die zwei Jahre jüngere Hélène an den Tag legte, konnte die Frauenrechtlerin einfach nicht für gut heißen. Zum Beispiel: Hélène konnte exzellent kochen und war eine treue Ehefrau. Außerdem: Hélène war Malerin. Doch auch wenn Simone de Beauvoir kundtat: "Das Malen ist nichts für eine Frau." Hélène ließ sich nicht beeinflussen und ging ihren Weg.

Gefragter denn je



Heute zeigt sich: Simone de Beauvoir hatte sich getäuscht. Ihre jüngere Schwester Hélène ist mittlerweile dabei, der Schriftstellerin und Sartrefreundin den Rang abzulaufen. Und das zeigt nicht nur die Doppelausstellung "Hélène de Beauvoir - toujours et partout", die in den Regensburger Galerien Dr. Erdel Verlag und Galerie Hammer gezeigt wird.

Sechs Jahre nach dem Tod Hélène de Beauvoirs sind ihre zartfarbigen Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken gefragter denn je. "Im Internet wird Hélène mittlerweile öfter angeklickt als Simone", sagt Ludwig Hammer. "Es ist alles eingetreten, was wir vorausgesagt haben", fügt der Regensburger Galerist hinzu. Denn Ludwig Hammer war sich schon immer sicher: "Hélène de Beauvoir wird einmal berühmt."

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