Weiden
Angst vor der Angst nehmen
21. Gesundheitsforum rund um "Depressionen"
Weiden. (rg) Erschreckend. In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid als bei Verkehrsunfällen. "Wöchentlich", so berichtet Prof. Dr. Robert Schwinger, "haben wir einen oder zwei Patienten nach Suizidversuchen auf der Intensivstation." Opfer von "Angst, Neurose, Depression". Diesem Themenkomplex widmet sich am Donnerstag, 20. September, das 21. Oberpfälzer Gesundheitsforum in der Max-Reger-Halle.
Fast jeder Dritte sei im Laufe seines Lebens mit Depressionen konfrontiert, weiß AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther: "Psychische Erkrankungen nehmen stark zu."Nur gut, dass viele Betroffene - wie Ex-Fußballstar Sebastian Deisler - offen darüber reden. Darauf hoffen am Donnerstag ab 18 Uhr auch die Veranstalter des Gesundheitsforums - Klinikum Weiden, AOK, Volkshochschule und Medienhaus "Der neue Tag". Depressionen seien "nicht normal", meint Spickenreuther, "aber man kann inzwischen normal darüber sprechen". Wie über einen Unterschenkelbruch, zum Beispiel. "Und wie bei einem Bruch braucht auch ein psychisch Erkrankter Hilfe und Stütze", stellt Schwinger fest.
"Thema unserer Zeit"
"Angst, Neurose - wie kann der Arzt helfen?" Antworten liefert Dr. Heribert Fleischmann, Chefarzt der Bezirksklinik Wöllershof, im ersten Vortrag ab 18.15 Uhr. "Eine Depression kann auch organische Ursachen haben", erläutert Schwinger dazu. Seine Frau Manuela, Lehrerin für Pflege, schildert Depression und Melancholie ab 18.45 Uhr als "Thema unserer Zeit".
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