Weiden
Denkzettel für CSU Weiden: Höher muss in Stichwahl
SPD-Kandidat Seggewiß mit nur vier Prozentpunkten im Rückstand
Weiden. Die OB-Wahlen in Weiden gehen in die Verlängerung. Keiner der fünf Kandidaten, die sich um die Nachfolge von Hans Schröpf (CSU) beworben haben, schaffte den Sprung über die 50-Prozent-Marke. Am 29. Juli stehen sich der CSU-Kandidat, Bürgermeister Lothar Höher, und SPD-Chef Kurt Seggewiß in einer Stichwahl gegenüber.
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| Nicht die Stichwahl, sondern das Abschneiden von CSU-Kandidat Lothar Höher (rechts) ist die Überraschung bei der Weidener Oberbürgermeister-Wahl. Höher kam auf nur 41,73 Prozent, SPD-Mann Kurt Seggewiß, der im Rathaus schon mal die Siegerpose probte, auf 37,58 Prozent. Bei der Stichwahl geben nun vor allem die Wähler des FDP-Kandidaten Theodor Klotz den Ausschlag. Er kam auf stattliche 14 Prozent. Bild: Wilck |
Dass der große Favorit Höher im ersten Wahlgang nicht die absolute Mehrheit erreichte, ist zwar keine Überraschung. Wohl aber, dass er dieses Ziel mit nur 41,73 Prozent ganz klar verfehlte. Seggewiß rückte ihm dicht auf die Fersen und kam auf 37,58 Prozent. Dieses Ergebnis hatten nur eingefleischte Genossen auf ihrer Rechnung.
Respektabel abgeschnitten hat der Kandidat der FDP, Dr. Theodor Klotz. Der Chefarzt der Urologie am Weidener Klinikum holte 14,01 Prozent. Das ist mehr als ein Achtungserfolg, nachdem die Freien Demokraten in der Weidener Kommunalpolitik schon seit Jahrzehnten keine Rolle spielen. Unter ihren eigenen Erwartungen blieben Grünen-Kandidatin Gisela Helgath (5,04 Prozent) und Karl-Heinz Schell (Freie Wähler) mit 1,63 Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit 54,4 Prozent äußerst gering aus.
Noch sind keine Entscheidungen gefallen, ob die ausgeschiedenen Bewerber und ihre Parteien Empfehlungen für die Stichwahl abgeben werden. Bei FDP und Freien Wählern aber geht der Trend dahin, dass sie ihren Wählern die Entscheidung überlassen. Die Grünen jedoch - daran ließ Gisela Helgath keinen Zweifel - werden sich für den SPD-Kandidaten Seggewiß aussprechen.
Höher hat seinen Worten zufolge mit der Stichwahl gerechnet, nicht aber mit seinem niedrigen Ergebnis. Er sprach von einer Protestwahl gegen die CSU, zeigte sich jedoch optimistisch, konservative Wähler aus dem FDP-Lager und Nichtwähler zurückholen zu können. Seggewiß hatte sein Ergebnis vorhergesagt. Er habe in den vergangenen Wochen sehr viel Rückenwind verspürt, sagte er. Am 29. Juli will er nun die endgültige Sensation schaffen.
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| Grafik: Stadt Weiden. |
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