Passau/Berlin
Rückendeckung für Westerwelle vor Dreikönigstreffen
Auch Leutheusser stellt sich hinter Parteichef
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| FDP-Chef Westerwelle © AFP / Oliver Berg |
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| FDP-Fraktionschefin Homburger © AFP / Bernd Weißbrod |
Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) stellte sich demonstrativ hinter Westerwelle. "Ja, er ist der richtige Parteichef", sagte sie dem Sender NDR Info. Sie halte nichts von Überlegungen, Westerwelle solle den Parteivorsitz abgeben und sich auf das Amt des Außenministers konzentrieren. "Das ist eine Theorie, die in Wirklichkeit auch überhaupt keinen Erfolg bringen würde." Am Wochenende hatte die Ministerin die Erwartung geäußert, Westerwelle solle auf dem Stuttgarter Dreikönigstreffen am Donnerstag "eine inhaltlich pointierte Rede" halten.
Auch Fraktionsvize Patrick Döring sieht keinen Anlass für Personalspekulationen. "Die Debatte um den Parteivorsitzenden ist im Prinzip beendet", sagte Döring dem Berliner "Tagesspiegel". Zum bevorstehenden Auftritt Westerwelles in Stuttgart sagte er: "Ein selbstkritischer, aber kämpferischer Ton wäre angebracht. Wenn er das schafft, wird die FDP danach wieder in einer geschlossenen Schlachtordnung auftreten."
Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) warnte indirekt davor, Generalsekretär Christian Lindner gegen Westerwelle ins Spiel zu bringen. Er kenne "keinen besseren Vorsitzenden in der Geschichte der FDP als Guido Westerwelle", sagte der frühere Generalsekretär der "Rheinischen Post". Am Wochenende hatte Leutheusser-Schnarrenberger erklärt, Lindner habe "aufgrund seiner Persönlichkeit ganz sicher die Fähigkeit, herausragende Ämter wahrzunehmen".
Der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke sagte im ARD-Morgenmagazin: "Das Krisenmanagement der Parteispitze insgesamt ist zu diskutieren und ich sehe es so, dass dieses Krisenmanagement jetzt mit der Dreikönigskundgebung am Donnerstag abgeschlossen sein muss."
Auch der Generalsekretär der Thüringer FDP, Patrick Kurth, erwartet "eine deutliche Ansage, wie es weitergeht, aber nicht unbedingt personell, sondern inhaltlich."
© 2011 AFP
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